kÖNIGSTRÄßLE
Freudental/Löchgau | 21. September 2018

Letzter Versuch: Schultes kämpft für Radweg

Das Landratsamt wird die Pläne für den Ausbau des Radwegs entlang des Königsträßles zwischen Löchgau und Freudental nicht weiter verfolgen. Denn einige Eigentümer wollen ihre Grundstücke nicht verkaufen. Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig will jetzt einen letzten Versuch starten, um doch noch zu einer Einigung zu kommen.

Am Königsträßle sollte der Radweg gebaut werden. Archivfoto: Alfred Drossel
Am Königsträßle sollte der Radweg gebaut werden. Archivfoto: Alfred Drossel

Die Verhandlungen mit den betroffenen Grundstückseigentümern hatte Löchgaus Altbürgermeister Werner Möhrer im Auftrag des Landratsamtes geführt. Doch mehrere Grundstücksbesitzer waren nicht bereit, ihre Flächen für den Radwegebau zu verkaufen. „Die Gründe sind uns im Detail nicht bekannt“, teilt ein Sprecher des Landratsamtes auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Nun will Freudentals Bürgermeister Alexander Fleig noch einmal selbst auf die Anlieger zugehen und für das Vorhaben werben. „Vielleicht hilft es, wenn ich die Dinge aus Freudentaler Sicht darstellte“, meinte er am Mittwochabend im Gemeinderat. Sollte der Schultes Erfolg haben, könnte es vielleicht doch noch etwas mit dem Radweg werden: „Wir begrüßen das Engagement von Bürgermeister Fleig. Gerne würden wir das Projekt wieder aufgreifen, wenn er Erfolg hat“, heißt es aus dem Landratsamt.

Wie mehrfach berichtet, gab es seit mehreren Jahren Pläne, den Radweg an der Kreisstraße zwischen Bietigheim und Freudental zu erweitern, da er stellenweise nur unzureichend ausgebaut ist. Wer aus Richtung Bietigheim kommt, kann nicht einfach durchgehend an der Kreisstraße entlangradeln, sondern muss einen größeren Umweg in Kauf nehmen. Denn erst auf Höhe des Löchgauer Segelfluggeländes beginnt die Radstrecke am Königsträßle. Deshalb plante der Landkreis den Lückenschluss. Der noch fehlende Abschnitt von der Landesstraße nach Bietigheim bis zum Segelfluggelände sollte geschlossen werden.

Doch die Überlegungen zogen sich immer weiter hin, obwohl das Landratsamt bereits fertige Pläne in der Schublade hatte. Grundstücksverhandlungen und die Frage, auf welcher Seite der Radweg gebaut werden soll, zogen die Verhandlungen in die Länge.

Die Freudentaler Gemeinderäte bedauerten, dass der Radweg nun doch nicht realisiert werden soll. Helmut Schrenk (Bürgergruppe) betonte, wie wichtig es sei, dass Radfahrer die Straße nicht mehr so häufig überqueren müssten. „Es geht nicht um eine kürzere Strecke“, meinte er. „Jede Querung weniger wäre ein Fortschritt.“

Rückendeckung aus Löchgau

Auch Löchgaus Bürgermeister Robert Feil bedauert, dass die Pläne gestoppt sind. „Für Freudental wäre es eine sehr sinnvolle Maßnahme gewesen. Deshalb haben wir sie unterstützt, auch wenn der Nutzen für uns überschaubar gewesen wäre“, betonte Feil auf Nachfrage unserer Zeitung. Für die Nachverhandlungen wünscht er seinem Amtskollegen viel Glück – „auch wenn ich nicht sicher bin, ob sie erfolgreich sein werden“.

Christina Kehl
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