Ludwigsburg
Ludwigsburg | 10. Oktober 2013

Mit einer imposanten Treppenanlage

Der Neubau der Evangelischen Hochschule im Paulusweg hat die Jury rundum überzeugt

Mit großer Geste führt diese Treppe die Studenten zu den Lehrräumen.

Mit großer Geste führt diese Treppe die Studenten zu den Lehrräumen.

Foto: Zooey Braun Photography

Schon die Fotos haben die Jury angesprochen, doch der Bau der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg – obwohl vom Stil schlicht und zurückhaltend – offenbart seine Qualitäten erst wirklich vor Ort. Er wird umrahmt von hohen Kiefern und liegt mit seiner einfachen Ziegelfassade wie selbstverständlich am Stadtrand Ludwigsburgs – der Blick reicht weit nach Süden in Richtung Stuttgart. Das Gebäude selbst steht an dieser Landschaftskante, als ob es schon immer dort war.

„Das Gebäude ist schön und qualitätvoll, es reagiert in angemessener Art und Weise auf den Ort“, begründete dann auch Jury-Mitglied Axel Walk gestern, warum dieses Gebäude zu den 17 Preisträgern des Wettbewerbs „Beispielhaftes Bauen“ gehört. Er hob bei der Vorstellung der ausgezeichneten Projekte die Dauerhaftigkeit der Konstruktion und eine gewisse Überzeitlichkeit im formalen Ausdruck hervor.

Völlig begeistert reagierten die Preisrichter auf die fast schon barocke Ausgestaltung des Treppenraums, der die Besucher geradezu auffordert, nach oben zu gehen, wo Seminar- und Vorlesungsräume der Hochschule sind. Auch wenn von der Treppe als gliederndes Instrument eine gewisse Dominanz ausgeht – dass dieses Gebäude preiswürdig ist, stand für die Fach- und Sachpreisrichter rasch fest.

Zu den kleinen Besonderheiten gehören auch runde Lichtfenster, die wie große umgedrehte Schalen aussehen und teils in Farbe gefasst sehr viel Wärme ausstrahlen. Tageslicht wandelt sich zu gelben Farbspielen. Dabei sind es nur Aussparungen in der Deckenkonstruktion, die wenig Aufwand erfordern.

Der Neubau ist von der Evangelischen Landeskirche errichtet worden, die Architekten Klumpp+Klumpp aus Stuttgart haben sich damit ein kleines Denkmal gesetzt. Solche Architektur sei beispielhaft, hieß es.

Insgesamt, so etwa der Vorsitzende der Kammergruppe Ludwigsburg, Kai Dongus, wäre es wünschenswert, die Baukultur in Deutschland würde solche Wege gehen, wie sie in dem Wettbewerb sichtbar wurden. Anders als in der Schweiz werde hierzulande zu viel ohne Gestaltungsprinzipien gebaut. In manchen Baugebieten ist das unschwer zu erkennen.

Hans-Peter Jans
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