Dampfkraftwerk
walheim | 06. September 2017

Notfallübung kommt ohne Showeffekte aus

Die Feuerwehr Walheim hat am Montagabend den Ernstfall im Dampfkraftwerk der EnBW geprobt. Angenommen wurde ein Brand im Kohlebunker. Unterstützung gab’ s aus Besigheim und Gemmrigheim mit Drehleiter und Löschfahrzeug.

Der Wasserwerfer bringt 1600 Liter in der Minute.Fotos: Alfred Drossel
Der Wasserwerfer bringt 1600 Liter in der Minute.Fotos: Alfred Drossel
Rettung mit Drehleiter.
Rettung mit Drehleiter.

Sirenengeheul leitete die Übung am Montag ein. Ein Rundengänger hatte auf dem Kraftwerksgelände Rauch im Kohlebunker bemerkt und den Räumungsalarm ausgelöst. Zwei Personen wurden vermisst. Übungsziel war für die Feuerwehr, einen Brand im Kohlebunker auf Höhe von 25 Metern zu bekämpfen, eine Person über das Treppenhaus und die zweite mit einer Drehleiter von einem Bekohlungskran auf dem Schiffsgelände zu retten. Der Aufbau einer Wasserversorgung mit Hilfe des betriebsinternen Systems und einer Wasserentnahme aus dem Neckar waren weitere Aufgaben. Es kam auch der Walheimer Wasserwerfer zum Einsatz, der pro Minute 1600 Liter Wasser verspritzen kann.

Wichtig war für die Kraftwerksleitung, das Zusammenspiel der Feuerwehr und der EnBW-Mitarbeiter zu üben, wie Betriebsleiter Jürgen Weigelt hervorhob. Die Mitarbeiter der Anlage sorgten für die Funktion der Löschwasserrückhaltung, testeten die Feuerlöschpumpen und kommunizierten mit den Einsatzkräften der Wehr. Am Montag waren unter der Leitung von Kommandant Mirko Horwath 40 Kräfte im Einsatz. Bei einem Ernstfall würde die Zahl der Einsatzkräfte je nach Gefahrenlage auf etwa 60 erhöht werden.

Nur regelmäßige Überprüfungen der technischen Anlage sorgten für einen sicheren Betrieb des Kraftwerks, betont Jürgen Weigelt. Darüber hinaus habe die Unfallprävention höchste Priorität. Dies habe funktioniert, stellte er nach Ablauf der Übung zufrieden fest. Eine Übung sei auch dafür da, um Schwachstellen zu finden, sagte Kreisbrandmeister Andy Dorroch, der zusammen mit Bürgermeister Albrecht Dautel Zuschauer war. Überaus kritischer Beobachter war ein Vertreter des Regierungspräsidiums, das die Übung nach der Störfallverordnung angesetzt hat. Die mächtige Kraftwerksanlage und die hereinbrechende Nacht bildeten die Kulisse dieser realistisch angelegten Übung, die sowohl außen als auch innen problemlos ablief. Da es keine Zuschauer gab, verzichtete die Wehr auf Showeffekte und konzentrierte sich ganz auf ihre Aufgaben. Der Einsatz war gut organisiert und lief ohne Hektik ab. Von der Führungsgruppe wurde er akribisch dokumentiert. Jetzt wird der Ablauf genau analysiert.

Alfred drossel
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