Einsatz
Löchgau | 03. Februar 2018

Schwelbrand unterm Kelterdach

Auslöser könnte technischer Defekt sein – Feuerwehr hat Brand schnell unter Kontrolle – Schaden auf 20 000 Euro geschätzt

Rauch dringt aus dem Dach der Löchgauer Kelter. Die Feuerwehrleute haben das Feuer schnell unter Kontrolle und entfernen das angebrannte Material. Fotos: Alfred Drossel
Rauch dringt aus dem Dach der Löchgauer Kelter. Die Feuerwehrleute haben das Feuer schnell unter Kontrolle und entfernen das angebrannte Material. Fotos: Alfred Drossel
Die Polizei sperrt das Gebiet rund um die Kelter ab.
Die Polizei sperrt das Gebiet rund um die Kelter ab.
Die Feuerwehrleute besprechen die Lage.
Die Feuerwehrleute besprechen die Lage.

Vermutlich aufgrund eines technischen Defekts im Bereich der Elektroinstallation ist am Freitagmorgen unter dem Dachvorsprung der Alten Kelter in Löchgau ein Schwelbrand entstanden, der Dämmung und Dachbalken in Brand setzte. Durch das schnelle und umsichtige Handeln der Feuerwehr konnte ein größerer Schaden vermieden werden.

Gemeldet wurde gegen 7.20 Uhr ein Vollbrand der historischen Kelter in der Ortsmitte an der Wette. Diese Nachricht löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst aus. Auch der Polizeihubschrauber kreiste über Löchgau und die Beamten machten Aufnahmen mit der Wärmebildkamera.

Von außen zu sehen war lediglich eine Rauchentwicklung am wuchtigen Kelterdach, ein Brand konnte zunächst nicht lokalisiert werden. Löschtrupps der Löchgauer Wehr gingen unter Atemschutz im Innern der Kelter vor. Im Bühnenraum, in dem die Be- und Entlüftungstechnik untergebracht ist, entdeckten die Einsatzkräfte dann einen brennenden Dachsparren, der wahrscheinlich durch einen elektrischen Defekt in Brand geraten war. Das Feuer hatte sich schon in die Isolierung gefressen.

Unter der Leitung des Löchgauer Kommandanten Oliver Siegel gingen die Einsatzkräfte behutsam, aber gezielt vor. Die Glutnester wurden entfernt und das angebrannte Material beseitigt. Von außen wurde die Besigheimer Drehleiter in Stellung gebracht, die Führungsgruppe der Feuerwehr Bietigheim-Bissingen baute eine Einsatzleitung auf. Rettungsdienst und DRK-Bereitschaft waren mit zehn Kräften vor Ort. Bürgermeister Robert Feil und Kreisbrandmeister Andy Dorroch informierten sich vor Ort. Die Wohnung im Obergeschoss und das Restaurant im Erdgeschoss wurden nicht beeinträchtigt. Der Restaurantbetrieb gehe wie geplant am 12. Februar weiter, sagte Pächter Nicol Mayer. Die Wohnungsinhaber im Obergeschoss des historischen Gebäudes, das im Besitz der Gemeinde ist, Balazs Doth und Csilla Schäffer, haben von der ganzen Aufregung nichts bemerkt. „Wir haben noch geschlafen und wurden erst von der Polizei geweckt“, berichtet Csilla Schäffer.

Durch den Feuerwehreinsatz kam es im Berufsverkehr in und um Löchgau zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Teilweise sind die Autofahrer auf Feldwege ausgewichen und haben auch dort für ein Chaos gesorgt. Die Wehren aus Löchgau, Bietigheim und Besigheim waren mit 40 Kräften im Einsatz und hatten den Brand gegen 8 Uhr unter Kontrolle. Der Schaden wird auf 20 000 Euro geschätzt.

Alfred Drossel
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