Insolvenz
Ludwigsburg | 12. Januar 2018

Traditionsfirma DLW in Bietigheim wird geschlossen

Bietigheim-Bissingen. Der traditionsreiche Bodenbelaghersteller DLW, der inzwischen unter DLW Flooring firmiert, wird geschlossen. Das hat das Unternehmen gestern Abend mitgeteilt. Betroffen davon sind 360 Mitarbeiter. 190 Beschäftigte werden ab Montag freigestellt, die übrigen 150 bleiben zunächst beschäftigt, um die Abwicklung zu organisieren. Heute werden die Mitarbeiter von der Geschäftsführung darüber informiert, dass für das bisherige vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung vom zuständigen Amtsgericht am 1. Januar das Hauptverfahren eröffnet wurde. Als Grund für das bevorstehende Aus in Bietigheim nannte die Geschäftsführung von DLW Flooring, dass ein Interessent für diesen Standort abgesprungen sei. „Die Gespräche mit dem Interessenten waren bereits weit fortgeschritten“, sagt Hans-Norbert Topp, Vorsitzender der Geschäftsführung. Doch wie er in der Mitteilung weiter erklärt, habe der international tätige potenzielle Investor dann allerdings überraschend seinen Rückzug erklärt. Wie Topp weiter darlegt, waren den mehr als 40 Interessenten, die die Zahlen und Daten von DLW Flooring geprüft hatten, die notwendigen Investitionen am Bietigheimer Standort zu riskant. Da der Standort seit Jahren hohe Verluste schreibe, sei ohne Investor „eine Standortschließung unvermeidlich“. Derzeit wird eine sogenannte Ausproduktion organisiert, um vorhandene Aufträge abzuwickeln und Bestände zu verarbeiten. In Bietigheim werden PVC- und Vinyl-Bodenbeläge produziert. Dort befindet sich auch der Verwaltungssitz von DLW Flooring.

Das DLW-Werk in Bietigheim wird in absehbarer Zeit kein Produktionsstandort für Bodenbeläge mehr sein.Archivbild: Alfred Drossel
Das DLW-Werk in Bietigheim wird in absehbarer Zeit kein Produktionsstandort für Bodenbeläge mehr sein.Archivbild: Alfred Drossel

Im Werk in Delmenhorst (Niedersachsen) werden Bodenbeläge aus Linoleum hergestellt. Für die dortigen 270 Beschäftigten besteht dagegen Hoffnung: Für den niedersächsischen Standort ist die Investorensuche erfolgreicher. Für den Januar wird mit einer Einigung mit einem namhaften strategischen Investor gerechnet.

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Hans-Dieter Weßbecher
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