Felsengartenkellerei
Ludwigsburg | 28. Juli 2017

Weinmacher legen Rekordzahlen vor

Die Wengerter können zufrieden sein: Mit einem Umsatzplus von 4,7 Prozent auf 21 Million Euro – ohne die Tochtergesellschaften – konnte ein Rekordergebnis erzielt werden. Überdurchschnittlich sind auch der Ertrag und die Qualitäten, wie gestern Abend bei der Generalversammlung der Felsengartenkellerei deutlich wurde.

Klaus Schrempf (links) wurde als Aufsichtsratvorsitzender der Felsengartenkellerei verabschiedet. Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Reustle, Geschäftsführer Hans-Georg Schiller und Kellermeister Sebastian Häußer (von links) legen eine positive Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vor.Fotos: Alfred Drossel
Klaus Schrempf (links) wurde als Aufsichtsratvorsitzender der Felsengartenkellerei verabschiedet. Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Reustle, Geschäftsführer Hans-Georg Schiller und Kellermeister Sebastian Häußer (von links) legen eine positive Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vor.Fotos: Alfred Drossel
Überdurchschnittlich: der Weinjahrgang 2016.
Überdurchschnittlich: der Weinjahrgang 2016.

Der Weinjahrgang 2016 sei überdurchschnittlich. Sowohl vom Ertrag als auch von der Qualität her, wie Dr. Götz Reustle, Vorstandsvorsitzender der Felsengartenkellerei Besigheim, feststellte. Mehr als zehn Millionen Kilogramm Trauben haben die Wengerter im vergangenen Jahr abgeliefert. Der Weinbestand lag Ende 2016 bei 11,5 Millionen Litern. Insgesamt 7,12 Millionen Liter Wein und Sekt setzte die Kellerei im vergangenen Jahr ab, das sind 514 000 Liter mehr als 2015.

„Einerseits gab es wegen der guten Erträge keine Engpässe bei den verschiedenen Sorten und der Wein stand immer zur Verfügung, andererseits ist die Felsengartenkellerei auch sehr aktiv am Markt. Wir ernten nun die Früchte unserer Investitionen in den vergangenen Jahren mit den stetigen Qualitätsverbesserungen“, betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Reustle in einem der Generalversammlung vorgeschalteten Pressegespräch. Weitere Investitionen zur Stärkung der verschiedenen Marken würden aber folgen müssen, um im hart umkämpften Weinmarkt bestehen zu können, ergänzte Reustle.

Konsolidiert mit den Umsätzen des Tochterunternehmens Weingilde Besigheim GmbH, errechnet sich für beide Unternehmen Felsengartenkellerei Besigheim und Weingilde Besigheim ein Absatz von 8,87 Millionen Liter Wein und ein Umsatzerlös von 25,2 Millionen Euro. „Das ist neuer Rekord“, freute sich Geschäftsführer Hans-Georg Schiller. Im Vorjahr waren es konsolidiert 8,58 Millionen Liter im Wert von 24,68 Millionen Euro.

Insgesamt 7,75 Millionen Euro wurden an die Mitglieder als Weingeld ausbezahlt. Diese Auszahlung ist laut Weinbauverband überdurchschnittlich. Abgerechnet wurde der Jahrgang 2013 mit durchschnittlich 1,13 Euro netto pro Kilogramm. Dies entspricht rund 12 000 Euro netto pro Hektar. Die Kellerei zählt 1500 Mitglieder, 850 davon sind aktive Wengerter. Sie bewirtschaften eine Fläche von rund 700 Hektar, 100 davon in der terrassierten Steillage.

Mit Blick aufs aktuelle Jahr berichtete Kellermeister Sebastian Häußer vom Schrecken Ende April, als der Spätfrost Schäden angerichtet hat. Inzwischen hätten sich die Reben aber ganz gut entwickelt, so dass man wohl mit einem blauen Auge davonkomme (unsere Zeitung berichtete). Es sei dennoch mit geringeren Erträgen zu rechnen, vermutete Häußer. Die Felsengartenkellerei Besigheim war bei vielen Preisverleihungen wieder bei den Besten mit dabei und spiele in der Ersten Liga.

Nach 20 Jahren Zugehörigkeit im Kellerei-Aufsichtsrat, davon 19 Jahre als Vorsitzender, hat der mittlerweile 61-jährige Klaus Schrempf nun Abschied aus dem Gremium genommen. Er wolle sich mit seiner ganzen Kraft jetzt seinem Amt als Erster Beigeordneter der Stadt Besigheim und als Stadtkämmerer widmen. In Klaus Schrempf verabschiede die Kellerei den Vorsitzenden des Aufsichtsrates, der die Felsengartenkellerei wesentlich mit vorangebracht habe, betonte Vorstandschef Dr. Götz Reustle. Mit der Gründung der Felsenkeller Besigheim GmbH sei Schrempf ein Wegbereiter der Entwicklung der Felsengartenkellerei zu einer bedeutenden und einflussreichen Genossenschaft in Württemberg.

Wichtige Projekte seiner Amtszeit seien der Bau eines Holzfasskellers 2000 sowie die Fusion mit den Weingärtnern aus Ingersheim 2002, mit Ilsfeld 2010 und Neckarwestheim 2011 sowie die Gründung des Tochterunternehmens Weingilde Besigheim GmbH. In seine Amtszeit fällt auch der Bau des Flaschenlagers in Ilsfeld sowie der Neubau in Hessigheim. Das Engagement von Klaus Schrempf habe wesentlich zur positiven Wahrnehmung der Felsengartenkellerei beigetragen. Der Nachfolger von Klaus Schrempf wird vom Aufsichtsrat bei einer konstituierenden Sitzung gewählt.

Alfred Drossel
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