Neonaziband Noie Werte
Ludwigsburg | 22. November 2013

Wenn aus Rechtsrockern Rechtsanwälte werden

Zwei ihrer Titel sind auf dem Bekennervideo des NSU zu hören: Die 2010 aufgelöste Neonazi-Band Noie Werte war jahrelang Kult in der Szene – und der subkulturelle Magnet für das extremistische Musiknetzwerk Blood & Honour in der Region.

Zur Gründungsformation gehörten 1987 neben Gitarrist O. H., der sich seit geraumer Zeit als Aussteiger gibt und für eine völkisch angehauchte Liste in den Betriebsrat von Daimler gewählt wurde, der frühere NPD-Landeschef Michael Wendland und Frontmann Steffen Hammer. Der aus Reutlingen stammende und in Stuttgart praktizierende Anwalt hat sich angeblich auf Scheidungen spezialisiert, ist aber vor allem als Verteidiger gewalttätiger Neonazis hervorgetreten. Zur Band, der sich bis zu deren Auflösung der aus Chemnitz zugezogene Mucke G. anschloss, gehörte zeitweise auch Hammers Ludwigsburger Kollege und Partner Alexander Heinig, seit 1996 Sänger und Bassist der B & H-Band Ultima Ratio. Mit beiden, Hammer und Heinig, ideologisch und kollegial verbunden ist wiederum Nicole Schneiders, derzeit Anwältin von Ralf Wohlleben und mit diesem seit ihrem Studium durch die gemeinsame Tätigkeit im NPD-Kreisvorstand Jena bekannt. (pro)

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