Impfschutz
Bietigheim-Bissingen | 12. Juli 2018

Wissen ist gut für die Gesundheit

Kampagne des Gesundheitsdezernats klärt Berufsschüler auf – Impfungen aus der Kindheit müssen aufgefrischt werden

Die Klasse WG 12-1 des Berufsschulzentrums in Bietigheim-Bissingen hatte die beste Teilnehmerrate an den Impfausweiskontrollen: Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung im Landratsamt, überreicht ihnen den Gewinn. Foto: Alfred Drossel
Die Klasse WG 12-1 des Berufsschulzentrums in Bietigheim-Bissingen hatte die beste Teilnehmerrate an den Impfausweiskontrollen: Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung im Landratsamt, überreicht ihnen den Gewinn. Foto: Alfred Drossel

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnten Masern, Röteln und Polio weltweit ausgerottet werden, wenn 95 Prozent der Bevölkerung eines Landes dagegen geimpft sind. In Deutschland wird diese Quote jedoch oft nicht erreicht. Auch Baden-Württemberg liegt mit rund 88 Prozent unter der von der WHO empfohlenen Impfquote. Um diese in der Region zu erhöhen, hat die Abteilung Gesundheitsförderung des Landratsamtes Ludwigsburg bereits zum zweiten Mal eine Kampagne an den Berufsschulen gestartet. In diesem Jahr wurde die Aktion „Kleiner Pix, mega Schutz“ am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) in Bietigheim-Bissingen durchgeführt.

Ziel der Kampagne ist es, Jugendliche über das Thema Impfen aufzuklären. „Berufsschüler fühlen sich normalerweise gesund und gehen ungern zum Arzt“, erklärt Uschi Traub, Leiterin der Gesundheitsförderung beim Gesundheitsdezernat, den Grund hinter der Kampagne. Doch die Impfungen aus der Kindheit müssen im jugendlichen Alter aufgefrischt werden. Bewusst sei das vielen nicht. Mehr als 57 Prozent der Schüler des BSZ waren der Meinung, dass sie auf den aktuellen Stand ihrer Impfungen achten.

Aktion mit Fragebogen und Plakaten

Die Kampagne des Gesundheitsdezernats gliederte sich in mehrere Teile: Zuerst wurden Fragebogen an 20 ausgewählte Klassen verteilt, um herauszufinden, wie viel die Schüler über das Impfen wissen. Danach wurden Plakate im Schulhaus aufgehängt, die aufklären sollten. Diese wurden von Schülern der Berufsschulen auf dem Römerhügel in Ludwigsburg gestaltet. Dort hatte die Kampagne im Jahr zuvor stattgefunden. Die Plakate zeigten fünf Themen: allgemeine Informationen zum Impfen, Reiseimpfungen, Zeckenimpfungen, Kinderkrankheiten bei Jugendlichen und das Thema Krebs und Impfungen. Nach der Plakataktion wurden wieder Fragebogen verteilt, um eine mögliche Veränderung festzustellen.

In der ersten Fragerunden wussten nur neun Prozent der befragten Schüler, dass eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV), die unter anderem Gebärmutterhalskrebs auslösen können, für ihre Altersgruppe empfohlen wird. Nach der Plakataktion wussten bereits 20 Prozent darüber Bescheid. Ähnlich sieht es bei der Impfung gegen den FSME-Virus aus, der Hirnhautenzündung verursachen kann: Hier waren sich zu Beginn der Kampagne 27 Prozent über die Wichtigkeit der Impfung für ihre Altersgruppe bewusst, bei der zweiten Befragung waren es 42 Prozent. Außerdem fühlten sich mehr Schüler (30 Prozent) nach der Plakataktion über Vor- und Nachteile des Impfens sehr gut oder gut informiert. Zuvor waren es 23 Prozent.

Zu der Aktion gehörte außerdem eine Impfausweiskontrolle. Dabei schauten sich Mitarbeiter des Gesundheitsdezernats die Impfausweise der Schüler an und gaben Empfehlungen. Aus einer zwölften Klasse kamen zur Impfausweiskontrolle fast alle Schüler. Die Klasse hatte damit die beste Teilnahmerate an beiden Kontrollen. „Ihr seid die ganz klaren Sieger“, lobte Traub. Denn es gebe Klassen, da sei niemand zur Kontrolle gekommen. Als Belohnung überreichte sie den Gewinnern 100 Euro für die Klassenkasse.

CArolin Schneider
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