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Verkehr

Ab Montag gilt Tempo 30

Verkehrsministerium stimmt einer nächtlichen Geschwindigkeitsbegrenzung in Eglosheim zu

Ein Lärmschutz für die Anwohner: Nachts muss langsam gefahren werden.Foto: Holm Wolschendorf
Ein Lärmschutz für die Anwohner: Nachts muss langsam gefahren werden. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Aus Lärmschutzgründen wird in Eglosheim in den Nachtstunden die Höchstgeschwindigkeit reduziert. Dem Antrag der Stadt, der auch vom Regierungspräsidium Stuttgart unterstützt wurde, hat das baden-württembergische Verkehrsministerium jetzt zugestimmt. Demnach heißt es nun langsam fahren: Zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens wird „Tempo 30“ auf der B 27 Frankfurter Straße/Heilbronner Straße zwischen Reuteallee und etwa 150 Meter nördlich der Einmündung Monreposstraße eingeführt. Wie die Stadt mitteilt, wird die Regelung ab kommenden Montag, 5. Oktober, umgesetzt. Im Laufe dieses Tages werden Mitarbeiter der Technischen Dienste die entsprechenden Verkehrszeichen „enthüllen“.

Die Maßnahme ist ein Teil des Lärmaktionsplanes, in dessen Rahmen die Stadtverwaltung beim Regierungspräsidium für eine Reihe von Straßen eine Temporeduzierung beantragt hatte. Die Stadt folgt damit einem Auftrag des Gemeinderats sowie dem Wunsch der Anwohner – denn die Lärmbelastung am entsprechenden Straßenabschnitt lag bereits in einem gesundheitsgefährdenden Bereich.

Bevor das Regierungspräsidium einer Temporeduzierung zustimmt, prüft es eine Reihe von Fragen – denn den Anforderungen der Lärmaktionsplanung können andere Ansprüche wie mögliche Verkehrsverlagerungen in andere Straßen entgegenstehen.

Wie berichtet, hatte das Regierungspräsidium bereits Tempo 30 genehmigt, ein Widerspruch eines Bürgers vor dem Petitionsausschuss hat dazu geführt, dass dies nicht umgesetzt werden konnte. Die Schilder wurden abgeklebt. Die Stadt war gehalten, die Umsetzung der Maßnahme bis zu einer Entscheidung über die Petition auszusetzen (ein sogenanntes „Stillhalteabkommen“).

Von diesem Stillhalteabkommen hatte die Stadtverwaltung jedoch eine Ausnahme beantragt – und diesem Antrag hat das Verkehrsministerium nun nach Unterrichtung der Vorsitzenden des Petitionsausschusses und Abstimmung mit dem Petitionsausschuss zugestimmt. „Damit ist der Weg frei für die Umsetzung der Temporeduzierung“, so die Stadtverwaltung.

„Ich freue mich für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner, dass wir damit im Hinblick auf den Lärmschutz einen großen Schritt weiter sind“, erklärt dazu Bürgermeister Michael Ilk. Mit entsprechenden Geschwindigkeitskontrollen will die Stadt dafür sorgen, dass die Temporeduzierung in den Nachtstunden auch eingehalten wird. (red)