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Winzerfest

Abschied vom Kastellan und Anstieg der Weinpreise

Die Winzerfestvorbereitungen gehen in die Endphase. In der Stadthalle Alte Kelter haben am Dienstagabend die Vereinsvertreter, die Stadtverwaltung und die Felsengartenkellerei die Festweine ausgewählt. Dabei wurde mit einer Tradition gebrochen: nicht mehr der Klassiker-Riesling Kastellan wird bei den Weißweinen ausgeschenkt, sondern ein 2016er Besigheimer Felsengarten Riesling trocken.

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Inoffizieller Auftakt des Winzerfestes mit der Auswahl der Festweine.Foto: Alfred Drossel

Ludwigsburg. Beim Rotwein bleibt alles beim Alten: Der gefällige und süffige, halbtrockene Trollinger mit neuem Etikett hat das Rennen vor dem Lemberger-Trollinger gemacht. Bei den Rosé-Weinen werden die Winzerfestbesucher vom 15. bis 18 September den Spätburgunder Weißherbst, ein klarer, lachsfarbener Rosé, im Glas haben. Die Weinkoster gaben diesem Wein den Vorzug gegenüber einem Schwarzriesling-Weißherbst.

Felsengartenkellerei-Vorstandsvorsitzender Dr. Götz Reustle und Geschäftsführer Hans-Georg Schiller stellten die Weine vor, ohne den einen oder anderen hervorzuheben. Auch Bürgermeister Steffen Bühler hat sich auf den Weinverstand der Vereinsvertreter verlassen.

Beim Viertelespreis gab der Schultes die Diskussion ebenfalls frei. Bisher kostet das Winzerfest-Viertele 3,50 Euro. Einig waren sich alle, dass die Vier-Euro-Marke nicht erreicht werden dürfe. Eine Überlegung war auch, dass dort, wo die Musik spielt, mehr verlangt werden könnte. Doch die Mehrheit der Weinverkoster sprach sich für 3,80 Euro für das Viertele dieses Jahr aus; für eine Flasche werden 50 Cent mehr, also 14,50 Euro verlangt. Die Weinschorle kostet 20 Cent mehr, also nun 3 Euro.

Unverändert bleiben die Preise für Sekt (3,50 Euro/20 Euro die Flasche) und Secco (2,80 Euro und 15 Euro die Flasche). Die Flasche Mineralwasser kostet unverändert 1,50 Euro, obwohl es einen Vorschlag gab, 2 Euro zu verlangen. Beim Winzerfest werden, so bestätigt der Erste Beigeordnete Klaus Schrempf, bis zu 17 000 Flaschen Wein getrunken.

Weinkelche werden für einheitlich 2 Euro verkauft. Bei Sektgläsern werden 2 Euro Pfand verlangt. Verboten sind, außer in den Gaststätten, Schnaps und Bier sowie Einweggeschirr. Korkengeld für eine Flasche wird auf dem Kelterplatz in Höhe von 1,50 Euro (plus Mehrwertsteuer) verlangt. Auf dem Marktplatz liegt das Korkengeld bei einem Euro plus Mehrwertsteuer. Kellerbetreiber bezahlen nichts.

Die musikalische Unterhaltung wird von der Stadt, wie bei jedem Winzerfest, bezuschusst. Die Sperrzeiten beim Winzerfest wurden auf 2 Uhr festgelegt (wir berichteten). Die Höhepunkte des viertägigen Festes sind am Freitagabend die Inthronisation der Weinprinzessin, am Samstagmittag das Fischerstechen auf der Enz und am Sonntagmittag der Festumzug unter dem Motto „Auch Luther trank gern guten Wein“. Am Sonntagabend wird über dem Enztal zudem ein Feuerwerk gezündet.