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Römerhügel

Ambrosia ist eine Königskerze

Leser ist besorgt und meldet den Wuchs der hochallergenen Pflanze – Stadt gibt Entwarnung, es ist eine Saatmischung

Die langen Stangen in der Kleingartenanlage sind Königskerzen. Foto: privat
Die langen Stangen in der Kleingartenanlage sind Königskerzen. Foto: privat
Die Allergien auslösende Ambrosia sieht so aus. Foto: Adobe Stock
Die Allergien auslösende Ambrosia sieht so aus. Foto: Adobe Stock

Ludwigsburg. Es ist eine gefährliche und hochallergene Pflanze – vor der aus Nordamerika eingeschleppten Ambrosia warnt sogar das Umweltbundesamt. Heuschnupfen, Bindehautreizungen und allergisches Asthma könnten gesundheitliche Folgen sein. Empfohlen wird, sie mit Handschuhen und Mundschutz zu entfernen oder bei der jeweiligen Stadt zu melden.

Ziemlich erschrocken reagierte ein Leser, als er mitten auf der neuen Kleingartenanlage am Römerhügel Pflanzen entdeckte, die er als Ambrosia einstufte. Gerade in diesen Monaten schießen sie in die Höhe. Die fast zwei Meter hohen Gewächse beunruhigten ihn, weshalb er dies meldete. Unsere Zeitung fragte bei Pflanzenkundler Dr. Helmut Greb und bei der Stadt nach. Beide geben Entwarnung. „Was gelb blüht, ist mit Sicherheit keine Ambrosia, sondern eine Königskerze“, stellt Greb fest. Die gelb blühende Pflanze mit den hohen Stängeln ist die Großblütige Königskerze, teilt auch Pressesprecherin Meike Wätjen mit. Ein Mitarbeiter des Fachbereichs Grün hat die Fläche besichtigt.

Ambrosia werde oft mit der wilden Möhre oder Beifuß verwechselt, die ähnlich aussehen. Dass es sich nicht um Ambrosia handele, sei zudem gut an den Blättern erkennbar.

Statt Wildwuchs und einem lästigen Ackerkraut, das sich der Kleingartenanlage bemächtigt, ist das Gegenteil der Fall. Die Stadt hat vor einem Jahr extra eine spezielle Saat-Mischung „Blühende Landschaft“ eingesät. Die Firma, die das Saatgut vertreibt, ist laut Pressestelle der Stadt eine spezialisierte und zertifizierte Firma für Wildarten, Blumenwiesen und Wildstaudensaatgut. Bei der Neuanlage der Kleingärten hat die Stadt auf der besagten Fläche diese ausgebracht.

Neben der Königskerze sei auch die Wilde Möhre erkennbar. In der Mischung sind unter anderem Hundskamille, Wilde Malve, Klatschmohn und Spitzwegerich, auch Koriander und Ringelblume. Ambrosia, heißt es, gehört ganz sicher nicht zu dieser Mischung.

Dass er auf dem Wohngrundstück sieben Königskerzen entfernt hat, reut den Leser aus Pflugfelden. Sollten diese nächstes Jahr erblühen, sagt er, kann er sich nun an ihnen erfreuen. Insofern hatte die Ambrosia-Meldung auch was Gutes.

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