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Ampel-Test Teil 6: Die Kreuzung nach dem Ludwigsburger Schillerdurchlass ist ein Nadelöhr

Die Kreuzung Hoferstraße/Schlachthofstraße ist eine echte Herausforderung für die Fußgänger. Foto: Holm Wolschendorf
Die Kreuzung Hoferstraße/Schlachthofstraße ist eine echte Herausforderung für die Fußgänger. Foto: Holm Wolschendorf
Wer aus dem Schillerdurchlass kommt und zu Fuß in die Pflugfelder Straße abbiegen möchte, der muss einmal ums Geviert laufen.
Wer aus dem Schillerdurchlass kommt und zu Fuß in die Pflugfelder Straße abbiegen möchte, der muss einmal ums Geviert laufen.
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Diese Kreuzung hat so ziemlich alles zu bieten, was man sich vorstellen kann: Vier Straßen, drei Fußgängerampeln, eine Ecke, in der man die Beine in die Hand nehmen sollte, und eine Ecke, in der man sich Zeit lassen kann. Die Rede ist von der Kreuzung Hoferstraße/Pflugfelder Straße, direkt nach dem Schillerdurchlass.

Ludwigsburg. Diese Kreuzung ist ein Nadelöhr. Autofahrer nutzen den Weg, um aus der Innenstadt in die Weststadt zu kommen. Radfahrer nutzen die Strecke auf einem für sie ausgewiesenen Radweg. Und Fußgänger sind hier auf dem Weg zum Bahnhof, zur MHP-Arena, nutzen den Bäcker auf der Ecke oder das kleine Lebensmittelgeschäft. Es ist was los, in diesem Geviert.

Fußgänger müssen unter Umständen weiten Umweg in kauf nehmen

Doch dieser Kreuzungsbereich hat auch seine Tücken. Wer nämlich als Fußgänger vom Schillerdurchlass kommt und nach links in die Pflugfelder Straße möchte, muss einen ganz schön großen Umweg laufen, sofern er sich auf der rechten Straßenseite befindet. Denn eine direkte Fußgängerverbindung nach dem Schillerdurchlass nach links in die Pflugfelder Straße, gibt es nicht. Wer dort hin möchte, muss zunächst die Schlachthofstraße überqueren, dann die Hoferstraße und kann dann nach rechts in die Pflugfelder Straße. Wer letzte auch noch überqueren möchte, der muss dafür zwischen gut zwei und vier Minuten einkalkulieren, je nachdem, ob der Anforderungsknopf an der Ampel gedrückt wurde oder nicht.

Lesen Sie hier unsere Ampeltests für Fußgänger in der Wilhelmstraße, am Schillerplatz, an der Stuttgarter Straße , der Sternkreuzung und rund ums Blühende Barock.

Nur wenige Sekunden Zeit, um über die Schlachthofstraße zu kommen

Als besonders knifflig erweist sich der Übergang über die Schlachthofstraße (auf der Karte mit der Nummer1 gekennzeichnet). Die Grünphase ist hier nur wenige Sekunden lang. Es bleiben dem flotten Fußgänger gerade mal sechs Sekunden, um über die Straße zu hechten. Ein Ding der Unmöglichkeit, zumal mit Beginn der Grün-Phase für die Fußgänger immer noch Autos die Straße entlang rauschen. Die Rot-Phase für Fußgänger dauert an dieser Stelle dafür ziemlich lange. Über zwei Minuten steht der geduldige Fußgänger hier, sofern er nicht den Ampelknopf betätigt. Dann freilich geht es schneller.

Die Überquerung der Hoferstraße (auf der Karte mit der Nummer2 gekennzeichnet) ist entspannter, die Grün-Phase für Fußgänger dauert ganze 45 Sekunden, die Rot-Phase ebenso. Manch einem ist das aber augenscheinlich zu lange. Während unseres Ampeltests laufen mehrfach Fußgänger trotz roter Ampel über die Straße.

Frust bei Autofahrern über kurze Grün-Phase

Großzügig bemessen ist auch die Grün-Phase, um als Fußgänger über die Pflugfelder Straße (auf der Karte die Nummer3) zu kommen. Gut eine halbe Minute hat man hier Zeit. Autofahrer hingegen, die von der Pflugfelder Straße in den Schillerdurchlass Richtung Innenstadt abbiegen möchten, müssen rund eine Minute auf grün warten und haben dann lediglich 20 Sekunden Zeit, um zu fahren. Das sorgt auch unter unseren Lesern für Frust, die sich aufgrund dessen an uns gewandt haben.

Fazit: An dieser Kreuzung nach dem Schillerdurchlass treffen viele Wege der unterschiedlichsten Verkehrseilnehmer zusammen. Aus Perspektive der Fußgänger ist vor allem der Übergang in der Schlachthofstraße gefährlich. Und wer vom Schillerdurchlass in die Pflugfelder Straße möchte, der tut gut daran, möglichst schon in der Schillerstraße die Seite zu wechseln, um sich einen umständlichen Weg ums Carré zu ersparen.