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Grosseinsatz

Anhänger mit Gas kippt um

Gefahrgutunfall führt zu Verkehrschaos – Befürchtete Explosionsgefahr erweist sich als unbegründet

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Ein umgekippter Anhänger mit Gasflaschen sorgte für einen Großeinsatz der Rettungskräfte. Foto: Oliver Bürkle

Ludwigsburg. Abgesehen von langen Staus nahm ein Gefahrgutunfall, der sich am Dienstag gegen 12.20 Uhr auf der Fellbacher Straße in Remseck ereignet hat, ein glimpfliches Ende. Ein 21-Jähriger war nach Mitteilung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg am Steuer eines Lkw aus Oeffingen in Richtung Remseck unterwegs. Der 40-Tonner samt Anhänger war komplett mit Gasflaschen in Gitterboxen beladen. Aus bislang noch ungeklärter Ursache kam der Fahrer des Lastzugs auf abschüssiger Strecke in einer leichten Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab und verlor die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Anhänger kippte um, so dass sich ein Teil der Ladung auf die Fahrbahn verteilte.

Da an der Unfallstelle Propangas ausströmte, war eine weiträumige Absperrung erforderlich. Feuerwehrkräfte bewerteten die Lage und legten einen Gefahrenradius von 300 Metern um die Unfallstelle fest. Die zunächst angenommene Explosionsgefahr erwies sich allerdings als unbegründet. Die umliegenden Häuser mussten daher auch nicht evakuiert werden.

Die umgekippten Gasflaschen wurden auf einen anderen Lkw verladen und abtransportiert. Der Lkw-Anhänger musste mit einem sogenannten Masterlift aufgerichtet und abgeschleppt werden. Die umfangreichen Arbeiten dauerten bis zum Abend an. Solange blieb die Straße in beiden Richtungen gesperrt, was im Feierabendverkehr natürlich für erhebliche Verkehrsbehinderungen sorgte.

Der 21-jährige Lastwagenfahrer blieb bei dem Unfall glücklicherweise unverletzt. Der Schaden am Fahrzeug wurde von der Polizei mit etwa 15 000 Euro angegeben.

Die Feuerwehren Remseck, Asperg, Kornwestheim, Ludwigsburg und Vaihingen waren mit insgesamt 24 Fahrzeugen und 89 Einsatzkräften im Einsatz. Auch der Rettungsdienst rückte mit vier Fahrzeugen und zwölf Kräften aus. Neben Beamten der umliegenden Polizeireviere des Ludwigsburger Polizeipräsidiums unterstützten Kräfte des Polizeipräsidiums Aalen sowie der Bereitschaftspolizei den Einsatz. (red)