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Baustelle bis Mitte Juni: Staus auf A81 vorprogrammiert

Baustelle bis etwa Mitte Juni: Auf Höhe Ludwigsburgs wird die Fahrbahn saniert

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Ludwigsburg. Es ist nicht die erhoffte Aufweitung auf vier Spuren, und es ist nicht der erhoffte Lärmschutz für die Anlieger – aber es ist eine habhafte Baustelle für 4,2 Millionen Euro, die sich auf der B27 deutlich auswirken wird: Auf der A81 wird vom Bund in den kommenden drei Monaten die Fahrbahn erneuert, in Richtung Heilbronn von der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd bis 900 Meter nach der Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord. Auf vier Kilometern wird die Asphaltdeckschicht auf allen Fahrspuren durch lärmarmen Gussasphalt ersetzt und die Binderschicht darunter erneuert. Dies teilt die Autobahn GmbH mit. Deren Niederlassung Südwest ist verantwortlich für 1050 Kilometer Autobahn in Baden-Württemberg.

Am Mittwoch wurde bereits mit der Baustelleneinrichtung begonnen, bis 6. April sollen die Fahrbahnmarkierungen für ein Verschwenken des Verkehrs und Betonschutzwände stehen. Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten: Von 6. April bis voraussichtlich Mitte Juni sind alle drei Fahrspuren in Richtung Heilbronn nutzbar, zwei davon aber verschwenkt auf die Gegenfahrbahn – also wird es auch in Richtung Stuttgart eng.

Im Baustellenbereich gilt Tempo 80, tagsüber nur Tempo 60. An der Anschlussstelle Ludwigsburg-Nord wird ab Mittwoch, 31. März, die Einfahrt in Fahrtrichtung Heilbronn gesperrt. Die Umleitung folgt in Richtung Norden über die Anschlussstelle Pleidelsheim (U9). Ab 22. April wird anschließend bis Mitte Mai die dortige Ausfahrt gesperrt, die Umleitung geht dann in Richtung Süden zur Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd (U7).

Kein zusätzlicher Lärmschutz

In der ersten Bauphase bis 10. Mai werden die zwei linken Fahrspuren Richtung Heilbronn saniert, danach folgen die rechte Fahrspur und der Standstreifen. Hier hatte die Aktionsgemeinschaft A81, wie berichtet, gehofft, dass der Standstreifen erweitert und mit Lärmschutz versehen wird. Dies hatte auch die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) in Aussicht gestellt.

Für den Lärmschutz sei die Autobahn GmbH nicht zuständig, teilt diese auf Anfrage der LKZ mit. Dies „ist ausschließlich eine Fahrbahnsanierung. Die Baumaßnahme der Deges ist ein separates Bauprojekt.“ Deges und Autobahn GmbH haben sich nach einem Bericht in unserer Zeitung Anfang März zu einem Gespräch mit der AG A81 und den beteiligten Kommunen Ludwigsburg, Möglingen und Asperg im April bereiterklärt.

In der zweiten Bauphase ab 10. Mai werden zudem die Entwässerungseinrichtungen am rechten Fahrbahnrand ausgetauscht. Bei der Sanierung wird lärmarmer Gussasphalt eingebaut, der laut Autobahn GmbH mit dem LOA (lärmoptimierter Asphalt) in Städten und dem offenporigen Flüsterasphalt auf Autobahnen nicht vergleichbar ist. Beide Asphaltarten waren flächendeckend eingesetzt worden, bis sich herausstellte, dass sich die Zwischenräume mit der Zeit verdichten und die Dezibelreduzierung deutlich sinkt. Der Gussasphalt, sagt die Pressesprecherin der Autobahn GmbH, „hält wesentlich länger“.

Mit einer Sechs-Tage-Woche und der Ausnutzung des Tageslichts soll die Bauzeit „so weit wie möglich verkürzt“ werden.

Info: Aktuelle Informationen gibt es auch im Netz unter www.baustellen-bw.de, Webcam-Bilder werden geliefert unter www.svz-bw.de

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