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Schwieberdinger Straße

Bis Nikolaus wird noch gebaut

Reichlich Zeit und Nerven hat die Großbaustelle in der Schwieberdinger Straße Autofahrer in den vergangenen Monaten gekostet. Die Arbeiten werden noch etwas länger dauern als geplant. Dafür ist den Stadtwerken in der Schillerstraße eine Punktlandung gelungen.

Die Arbeiten an der Schwieberdinger Straße sollen Anfang Dezember beendet werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es 2020 weiter: Dann wird der Abschnitt Friedrichstraße/Keplerbrücke saniert. Foto: Holm Wolschendorf
Die Arbeiten an der Schwieberdinger Straße sollen Anfang Dezember beendet werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es 2020 weiter: Dann wird der Abschnitt Friedrichstraße/Keplerbrücke saniert. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Dieser Sommer wird vermutlich als Baustellensommer in die Geschichte der Stadt Ludwigsburg eingehen. Glasfaserausbau, Ampelumbau und fünf Kilometer neue Fernwärmeleitungen haben an vielen Stellen in der Stadt für reichlich Baustellen gesorgt. Besonders belastend für Verkehrsteilnehmer waren aber die seit Mai laufenden Arbeiten an der Hauptschlagader – der Schwieberdinger Straße.

Ende November sollte eigentlich der Verkehr an der MHP-Arena wieder ungehindert fließen können. Doch das wird nicht ganz gelingen. „Wir werden am Dienstag, 26. November, fertig“, sagt Astrid Schulte, Pressesprecherin der Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) auf Nachfrage unserer Zeitung. Aktuell laufe noch die Grabenverfüllung. Wenn die Stadtwerke mit ihrer Arbeit fertig sind, ist die Stadt Ludwigsburg an der Reihe: Sie ist für die Belagsarbeiten zuständig. „Wenn die Witterung mitspielt, sollte an Nikolaus alles fertig sein“, so Schulte. Jetzt heißt es also Daumen drücken, dass die Minusgerade noch etwas auf sich warten lassen.

Doch wie kam es zur Verzögerung im Zeitplan? „Die Baumaßnahme Schwieberdinger Straße war ein Kraftakt, weil es nicht nur Arbeiten in einer Hauptverkehrsader der Stadt waren, sondern auch Arbeiten an den Infrastruktur-Adern unter dem Straßenbelag“, sagt dazu Peter Danylak, Technischer Leiter der SWLB. Aus seiner Sicht haben alle beteiligten Gewerke und Unternehmen über Monate vollen Einsatz bei den schwierigen Arbeiten an der vierspurigen Straße gezeigt. „Dass wir mit minimaler Abweichung nun bald die Arbeiten abschließen können, freut uns“, so Danylak, und sei mit Blick auf viele Unwägbarkeiten bei einer solchen Großbaumaßnahme durchaus als Punktlandung zu bezeichnen.

Unter großem Zeitdruck fanden in den vergangenen vier Wochen die Arbeiten an der Schillerstraße statt. Für den Abriss dreier Gebäude und den anschließenden Bau einer öffentlichen Tiefgarage mussten in den vergangenen Wochen Versorgungsleitungen verlegt werden. Dafür war die Schillerstraße für den Autoverkehr gesperrt. „Unsere Kollegen haben alles gegeben, damit der Verkehr spätestens am Freitag wieder ungehindert fließt“, so Schulte. Lediglich im Fußweg werde es noch zwei Hindernisse geben, die auch zeitnah verschwinden sollen. Damit ist das Ziel erreicht: Rechtzeitig zur Eröffnung des Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkts kann der Verkehr wieder durch die Schillerstraße fließen. Denn der Publikumsverkehr bringt ohnehin viel zusätzlichen Verkehr in die Stadt.

Wie bedeutsam die kleine Schillerstraße für den Verkehrsfluss ist, konnten Autofahrer in den Wochen der Vollsperrung vor allem zu Stoßzeiten leidvoll spüren. Die freie Fahrt in der Schillerstraße sollten die Autofahrer die nächsten Wochen noch genießen. Im neuen Jahr nämlich, wenn die Kreissparkasse mit den Arbeiten auf dem Regele-Areal beginnt, wird die Schillerstraße voraussichtlich dauerhaft halbseitig gesperrt.

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