Logo

Bilanz

Blüba: Die beste Saison aller Zeiten

Wenn das Blühende Barock am Sonntag, 4. November, seine Tore für dieses Jahr schließt, werden 600 000 Besucher den Park rund um das Ludwigsburger Schloss besucht haben. So viele Gäste hat das Blüba noch nie gezählt, und die knapp 44 000 Dauerkartenbesitzer sind da noch gar nicht miteingerechnet. Damit war 2018 die bislang beste Saison in der Geschichte des Blühenden Barock.

350_0900_20757_KUW_665943.jpg
Das Blühende Barock und die Kürbisausstellung: Seit 19 Jahren eine erfolgreiche Kombination. Foto: Werner Kuhnle

Ludwigsburg. Sonne, Sonne, Sonne! Das war das Erfolgsrezept in diesem Jahr. Doch wo viel Sonne ist, ist auch viel Schatten, und der fiel vor allem auf die Sommerwochen. „Anfang Juli kam die Hitze“, sagt Blüba-Direktor Volker Kugel, der sich bis dahin über einen hervorragenden Start der Gartenschausaison freuen konnte. Ob Strohwelten, Barocke Gartentage, Straßenmusikfestival oder Musikfeuerwerk – das Blühende Barock zog die Besucher an wie ein Magnet.

Dann ließ die Sogkraft etwas nach. „Die Besucherzahlen bei den Sandwelten waren nicht überragend, aber bei dem Wetter war nicht mehr drin“, so Alisa Käfer, Aufbauleiterin der Kürbisausstellung. Und damit meint sie nicht etwa Regen und Schmuddelwetter, sondern Temperaturen von über 30 Grad und das über einen langen Zeitraum hinweg.

Das hat auch Circus Roncalli zu spüren bekommen. „Der Vorverkauf lief noch besser als vor zwei Jahren“, berichtet Kugel. Am Ende pendelten sich die Besucherzahlen dann aber doch wieder auf dem Niveau des ersten Gastspiels im Blüba ein. Für Zirkusdirektor Bernhard Paul auf jeden Fall eine gute Bilanz. „Es gibt eine Absichtserklärung für ein erneutes Gastspiel im Jahr 2020.“

Mit Beginn der Kürbisausstellung Ende August hat das Blühende Barock noch mal richtig Gas gegeben. Rund 240 000 Besucher wurden in dieser Zeit gezählt, etwa 40 000 mehr als im Vorjahr. Die Kürbisse sind nach den Worten Kugels auch der Grund, warum das Blüba so gut abgeschnitten hat. „Es wird schwierig, dieses Ergebnis zu wiederholen“, meint Organisationschef Stefan Hinner. Teilweise seien bis zu 10 000 Besucher an einem Tag im Park gewesen. Im Gelände habe sich das dann aber zerstreut, weil die Organisatoren das Veranstaltungsgelände auseinandergezogen haben. Beim Straßenverkehr sei man aber immer wieder „an die Grenze“ gestoßen. Alles habe auf die Bärenwiese gedrängt, und Ortskundige meinten, auch sonntags einen Parkplatz in der Mömpelgardstraße zu bekommen, meint Kugel kopfschüttelnd.

Auch wenn Volker Kugel von „Glückswetter“ spricht und sich über die beste Saison aller Zeiten freut, die anhaltende Trockenheit und die dauerhaft hohen Temperaturen haben auch ihren Tribut gefordert. „Wir haben dieses Jahr 50 000 Euro für Wasser ausgegeben.“ Das seien 20 000 Euro mehr als in einem normalen Jahr. Für Kugel dennoch „erstaunlich wenig“ Mehrkosten. Bewässert habe man nur Flächen, die man grün haben wolle, wie zum Beispiel im Südgarten. „Den Rest haben wir sich selbst überlassen.“ Ausgezahlt habe sich die automatische Bewässerung, die man seit 2003 nach und nach in Blumenbeete integriert habe.

Ein bisschen hat Kugel den Blick auf die neue Saison gelenkt, die am 22. März 2019 eröffnet wird. Dann feiert der Märchengarten seinen 60. Geburtstag und freut sich über ein neues Märchen, das virtuell und haptisch in Szene gesetzt wird.

Die Strohausstellung wird es nicht mehr geben. „Nach fünf Mal gehen uns ein bisschen die Themen aus“, so Kugel. Stattdessen soll der Frühling besser in Szene gesetzt werden.