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Gartenschau

Blüba: Saison geht bis Dezember

Gartenschau hängt noch vier Wochen dran und plant attraktive Aktionen – Märchengarten vorerst noch geschlossen

Blütenpracht im Blüba. Archivfoto: Holm Wolschendorf
Blütenpracht im Blüba. Archivfoto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Endlich, es ist so weit! Das Blühende Barock darf wie berichtet die Tore wieder öffnen, zumindest teilweise. So sieht es die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vor.

Ab Mittwoch, 6. Mai, kann das Blüba seine Tore wieder für die Besucher öffnen. Der Märchengarten bleibt zunächst allerdings noch geschlossen. In einem nächsten Schritt kann, bei positiver Erfahrung aus dem eingeschränkten Betrieb, auch dieser öffnen. Dies werde aber nach Mitteilung des Blühenden Barocks frühestens am Montag, 11. Mai, der Fall sein.

Zunächst dürfen sich zeitgleich maximal 2000 Besucher auf dem Gelände aufhalten. Der beschränkte Zugang gilt für Gäste mit Dauerkarten wie Tageskarten gleichermaßen. Dabei sollen die Besucher darauf achten, dass sie die Abstände zu den anderen Besuchern einhalten und die geltenden Hygienevorschriften beachten. Vorerst gilt für Gäste ab sechs Jahren auch im Blüba eine Maskenpflicht an den Eingängen und bei Bedarf an Engstellen.

Sollten sich 2000 Besucher im Gartenschaugelände befinden, müssen die Zugänge geschlossen werden, bis wieder entsprechende Kapazitäten frei sind. Die Gastronomie im Blüba wird ebenfalls wieder öffnen, den Vorschriften entsprechend erfolgt die Ausgabe von Speisen und Getränken nur zum Mitnehmen und nicht zum direkten Verzehr in der Gastronomie oder im direkten Umfeld.

Um einen größeren Abstand zwischen den Gästen beim Kartenkauf zu ermöglichen, öffnen jetzt auch unter der Woche zwei Kassen am Haupteingang sowie die Kasse in der Mömpelgardstraße. Die Kasse im Schlosshof ist normal besetzt, wobei Dauerkarteninhaber gebeten werden, hier nach Möglichkeit für den Zutritt und das Verlassen des Geländes die Drehsperre zu benutzen, um Besuchern, die an der Kasse anstehen, aus dem Weg zu gehen. Auch am Haupteingang und an der Mömpelgardstraße sollen trotz geöffneter Kasse die Dauerkarteninhaber den Zugang über die Drehsperren beziehungsweise Drehkreuze wählen.

Der Tageseintrittspreis ins BlüBa wird bis zur Öffnung des Märchengartens auf 7 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder reduziert, andere Kartenkategorien gibt es nicht, teilt das Blüba mit.

Nachdem das Land Großveranstaltungen bis 31. August untersagt hat, müssen auch im Blühenden Barock Veranstaltungen abgesagt werden. Dies betrifft ganz konkret das Internationale Straßenmusikfestival, das Musikfeuerwerk, das Märchenfest sowie den Lichterzauber.

Der Aufsichtsrat des Blühenden Barocks hat auf Vorschlag der Geschäftsführung beschlossen, die Saison 2020 bis zum Sonntag, 6. Dezember, zu verlängern. Das bedeutet, dass auch die Kürbisausstellung entsprechend verlängert wird und zusätzliche attraktive Angebote gemacht werden, die in den nächsten Wochen erarbeitet werden. Die Dauerkarten gelten also bis 6. Dezember.

Das Blühende Barock bietet den Käufern von Dauerkarten aus dem Vorverkauf nach umfassender rechtlicher Prüfung eine klar definierte Entschädigung an. Die Verantwortlichen des Blühenden Barocks hoffen natürlich, dass so wenig wie möglich treue Blüba-Gäste von dieser Möglichkeit Gebrauch machen und so ihre Solidarität mit der Gartenschau in dieser schweren Zeit zeigen.

Konkret sieht das Angebot wie folgt aus: Entschädigt werden, auf Basis der ursprünglichen Saisondauer, die bisher geschlossenen Tage des Blüba, das sind 47 Tage von 227 Tagen. Auch für die weitere temporäre Schließung des Märchengartens gibt es eine Entschädigung, die auf Basis der Fläche des Märchengartens für die weiteren Schließtage berechnet wird. Der endgültige Entschädigungspreis kann somit erst berechnet werden, wenn der Märchengarten wieder geöffnet ist.

Zur Anforderung der Entschädigung wird es dann an den Kassen und zum Download im Internet ein entsprechendes Formular geben. Die Erstattung bekommen die Dauerkarteninhaber dann überwiesen. Dies ist wichtig, damit es jetzt keine unnötigen Staus an den Kassen gibt. Das Blüba hat sich nach eigenen Angaben „bewusst gegen eine Gutscheinlösung“ entschieden, „um dieses Thema eindeutig im Jahr 2020 zu erledigen und nicht den Dauerkartenvorverkauf 2021 durch Gutscheinberechnungen und Einlösungen einzubremsen“.

Wie es mit dem Schloss und den Schlossmuseen weitergeht, entscheidet sich am heutigen Dienstag. Am Nachmittag tagt eine Expertenkommission, die darüber berät, wann und unter welchen Auflagen wieder Besucher ins Schloss gelassen werden. (red)