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Busfahrer starten zum Schulbeginn in den Streik

Nach den Zugführern haben jetzt auch die Busfahrer Streiks angekündigt. Ausgerechnet zum Schulbeginn ab Montag soll es losgehen. In Ludwigsburg und im Kreis sind fast alle Linien davon betroffen.

Ein Bild von der Streikphase kurz vor den Sommerferien. Archivfoto: Alfred Drossel
Ein Bild von der Streikphase kurz vor den Sommerferien. Foto: Alfred Drossel

Von Montag bis Mittwoch sind die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs mit einem neuen Streik konfrontiert. Die Gewerkschaft Verdi hat bei den privaten Verkehrsunternehmen zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Davon betroffen sind alle Linien der Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL/Jäger). Von Montag bis Mittwoch fallen dadurch die Buslinien 411, 412, 413, 414, 420, 421, 421A, 422, 422A, 423, 424, 425, 425A, 426, 427, 427A, 429, 430, 430A, 431, 432, 433, 433A, 451 und X43 aus.

Laut den LVL sind folgende Städte von den Busausfällen betroffen: Ludwigsburg und seine Stadtteile, Kornwestheim, Remseck, Asperg, Marbach, Waiblingen und Stuttgart-Stammheim. Auch das Unternehmen Spillmann aus Bietigheim ist von dem Streik betroffen.

„Die Gewerkschaft Verdi hatte bereits vor dem Beginn der Sommerferien nach erfolgreicher Urabstimmung und Streikverzicht vor der anschließenden sechsten ergebnislosen Verhandlungsrunde den Arbeitgebern, dem WBO (Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer), angekündigt, den unterbrochenen Arbeitskampf wiederaufzunehmen“, schreibt Verdi in einer Mitteilung. Aufgerufen seien zunächst Beschäftigte in rund zwanzig Betrieben aus ganz Baden-Württemberg. Hauptstreiktag sei der Dienstag, in vielen Betrieben werde aber auch am Montag und Mittwoch gestreikt.

Am Dienstag startet in Stuttgart um zehn Uhr ein Demozug am Gewerkschaftshaus, Kundgebung ist gegen elf Uhr am Kleinen Schlossplatz. Erwartet werden Streikende aus ganz Baden-Württemberg, so Verdi weiter.

„Die unbezahlten Standzeiten der Busse sind eine Subvention der Ticketpreise durch Gehaltsverzicht der Fahrerinnen und Fahrer. Die Arbeitgeber waren in sechs Verhandlungsrunden nicht bereit, diesen untragbaren Zustand mit uns noch vor den Sommerferien anständig zu regeln. Jetzt müssen wir die Auseinandersetzung über eine qualitative Stärkung des ÖPNV leider im Herbst fortsetzen. Wir setzen darauf, dass die Streiks nächste Woche die Arbeitgeber endlich zum Einlenken bewegen,“ wird Hanna Binder, die Verhandlungsführerin für Verdi, zitiert.

Die Verhandlungen sollen am 21. und 22. September fortgesetzt werden.

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