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„Die Ehrenamtlichen sind unverzichtbar“

Bei Neujahrsempfang des Sportvereins MTV ist auch die Fusion mit 07 Ludwigsburg ein Thema. Laut dem Vorsitzenden Matthias Knecht laufen die Gespräche gut.

Neujahrsempfang beim MTV: Ganz rechts der Vereinsvorsitzende Matthias Knecht, ganz links der Erste Bürgermeister Konrad Seifried neben dem Oberbürgermeister Werner Spec. Dazwischen Stadträte des Ludwigsburger Gemeinderats.Foto: Holm Wolschendorf
Neujahrsempfang beim MTV: Ganz rechts der Vereinsvorsitzende Matthias Knecht, ganz links der Erste Bürgermeister Konrad Seifried neben dem Oberbürgermeister Werner Spec. Dazwischen Stadträte des Ludwigsburger Gemeinderats. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Sportvereine sind längst kein Auslaufmodell, sondern haben Zukunft. Das unterstrich der Vorsitzende des MTV-Ludwigsburg, Professor Dr. Matthias Knecht beim Neujahrsempfang im Bewegungszentrum in der Bebenhäuser Straße.

Wenn der MTV ruft, dann lässt sich keiner lange bitten: Stadträte, Verbandspräsidenten, Mitglieder und Menschen aus dem öffentlichen Leben waren gekommen, um auf den mehr als 6000 Mitglieder zählenden Sportverein anzustoßen. Und der stellt sich dem Vorsitzenden zufolge auch 2019 einigen Herausforderungen. Vor allem ein Thema: Die geplante Verschmelzung mit der Sportvereinigung 07 Ludwigsburg.

„Wir sind in guten Gesprächen, aber es ist noch nicht alles im Detail ausgearbeitet“, so Knecht. „Es wird etwas entstehen, was für die Stadt und die Sportwelt in Ludwigsburg bedeutend ist“, versprach der Vorsitzende. Knecht, der auch Vorsitzender des Stadtverbandes für Sport ist, appellierte, dass das Ehrenamt im Sportverein verstärkt ernst- und wahrgenommen werden sollte. Das machte er auch vor dem Hintergrund wachsender kommerzieller Konkurrenz deutlich.

Einer von diesen Ehrenamtlichen wurde beim Neujahrsempfang vom zweiten Vorsitzenden Franz Weckesser mit der goldenen Verdienstnadel des MTV ausgezeichnet: Markus Breitenbach, der Turnwettkämpfe organisiert und die EDV auf den neuesten Stand gebracht hat.

Mit dem MTV stieß auch Oberbürgermeister Werner Spec auf das neue Jahr an. Er sprach sich für stärkeren Zusammenhalt in Zeiten der Veränderung aus. „Die einen bauen Mauern, die anderen Windmühlen“, sagte Spec, der es favorisierte Windmühlen zu bauen und die Veränderungen damit aufzugreifen. Den Sport und seine Ehrenamtlichen bezeichnete er dabei als unverzichtbar und stellte die Themen Bewegung und Ernährung vor dem Hintergrund einer längeren Lebensarbeitszeit in den Mittelpunkt. Für ihn außerdem wichtig: Sportliche und musische Angebote schon für die Kleinsten machen.

Die zupackende Kraft der Sportvereine zeige sich auch bei der Integration von Flüchtlingen. „Es gibt hier viele positive Beispiele“, betonte der Oberbürgermeister. Die Ausrichtung des Landesturnfestes im nächsten Jahr sollten die Vereine als Chance nutzen, um sich zu präsentieren. „Wir stehen auch zu unserer besonderen Qualität der Sportförderung“, so der OB und nannte wesentliche Projekte aus dem Sportstättenbau. Konkret in Planung gehe die Oststadthalle, ein Neubau für Oßweil werde ebenfalls angegangen und auch die Sporthalle Poppenweiler sei ein Thema. „Wir wollen neue Wege gehen, um kostensparend zu bauen“, kündigte Spec an.

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