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Plastikfrei

„Die Ökotante zu sein, ist nicht langweilig“

Plastik beherrscht unseren Alltag. Doch das muss nicht sein. Katja Nguyen Thanh und Miriam Belz versuchen, Plastik aus ihrem Alltag zu verbannen und so wenig Abfall wie möglich zu produzieren.

Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert
Schon mal mit einem Kürbis geduscht? Luffa ist ein Kürbisgewächs und eignet sich als Schwamm zum Duschen oder für den Abwasch (Foto 1). Das Stäbchen aus Holz wird zum Reinigen der Ohren verwendet (Foto 2). In einem ausrangierten Gewürzgläschen lagert Katja Nguyen Thanh ihre Zahnpasta in Tablettenform. Die Zahnseide kommt aus der Edelstahldose und die Zahnbürste ist aus Holz (Foto 3). Händewaschen, Haarewaschen und Rasieren geht bei Miriam Belz ganz ohne Plastik (Foto 4). Ausrangierte Briefumschläge und andere Papierreste sammelt Miriam Belz zu einem Zettelblock – für Notizen und Einkaufszettel (Foto 5). Die Stofftaschentücher sind ein Erbstück von ihrer Oma (Foto 6).
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Wenn Katja Nguyen Thanh zum Einkaufen geht, hat sie eine große Kiste dabei. Darin finden sich Edelstahldosen, Schraubgläser, Jutebeutel, ein Eierkarton und eine Netztasche aus Lianenfaser. Die 31-Jährige verzichtet beim Einkauf auf Plastikverpackungen und versucht, so wenig Abfall wie möglich zu verursachen. Deswegen kauft sie auf dem Wochenmarkt, wo die Gurken nicht in Plastik eingeschweißt sind. Sie lässt sich am Käsestand die Goudascheiben in die eigene Dose legen und Frischkäse ins Schraubglas füllen. „Konsum ist Gewohnheit und die Umstellung braucht Zeit und Kreativität“, sagt sie. Ihr ist die Umstellung zu einem Lebensstil mit wenig Abfall gelungen: Genau einmal musste im vergangenen Jahr die Restmülltonne gelehrt werden, die sie und ihr Lebensgefährte benutzen. Doch wieso hat sie sich für diesen Weg entschieden?

„Ich war schon immer die Umwelttante in meiner Familie“, erzählt sie. Bei einer Reise nach Vietnam 2007 habe sie an einem abgelegenen Strand unheimlich viel Müll gesehen. „Wo kommt der Müll her?“, diese Frage habe sie fortan beschäftigt. „Das war ein ganz prägendes Ereignis.“ Sie will mehr darüber wissen, wo der Müll herkommt und wie er im Meer und am Strand landet. Die Müllteppiche in den Ozeanen schockieren sie. Auch wenn sie den Lauf der Dinge nicht alleine verändern kann, entscheidet sie sich für einen bewussteren Ressourcenumgang. „Dann musst du aber auf vieles verzichten“, das sei eine häufige Reaktion. Aber Katja Nguyen Thanh sagt: „Oft kaufe ich weniger, habe aber mehr Lebensqualität.“ Mit einem Einweg-Becher für Kaffee will die Studentin der Ludwigsburger Filmakademie nie durch die Stadt laufen. „Ich nehme mir lieber die zehn Minuten und trinke meinen Kaffee im Sitzen.“ Gänzlich auf Plastik zu verzichten, sei allerdings schwer. Das habe ihr auch der jüngste Umzug in eine andere Wohnung vor Augen geführt. Für die Renovierung Tapeten zu finden, die nicht in Folie eingeschweißt waren, sei ihr nicht gelungen. „Schwarz-Weiß-Denken bringt nicht weiter“, sagt sie. „Wir leben schließlich alle im gleichen System. Mir geht es darum, eine Balance zu finden.“

Das Material Plastik will sie keineswegs verteufeln: „Plastik ist eine gute Erfindung, wir verwenden es nur in verschwenderischer Art und Weise.“ Zum Verpacken medizinischer Produkte oder für Einwegspritzen etwa sei Plastik wichtig. Für sie sei es manchmal wie ein kleiner Wettbewerb mit sich selbst. „Geht es nicht auch anders?“ Diese Frage zieht sich durch ihren Alltag – und ihren Haushalt. Eine Sammlung bunter Putzmittelflaschen sucht man bei ihr vergebens. Wenn sie saubermachen will, verwendet sie Essig, Natron, Soda, Zitronensäure und Kernseife. „Meine Oma hat schon so geputzt, das funktioniert prima.“ Sie verurteile andere nicht. Ihr Umfeld versuche im Gegenzug allerdings oft, sich selbst zu rechtfertigen. Die 31-Jährige weiß: „Die Ökotante zu sein, ist nicht langweilig. Ich habe viel weniger Ballast.“

Das gilt auch für Miriam Belz. Die 29-jährige Ludwigsburgerin hat im Badezimmer angefangen, nach Alternativen für plastikverpackte Produkte zu suchen. Auslöser war der Weihnachtsmarktbesuch mit einer Kollegin, die an einem Seifenstand gezielt nach einem Stück unverpackter Haarseife gefragt hat. Miriam Belz will mehr darüber wissen, informiert sich und probiert aus: „In meiner Familie sind alle anfällig für das Thema Nachhaltigkeit.“ Sie sucht, wo es geht, nach plastikfreien Alternativen und stellt ihr Konsumverhalten schrittweise um. So wenig Abfall wie möglich, lautet die Devise. „Bei mir gibt es auch Grenzen“, sagt sie. Auf Toilettenpapier zu verzichten und statt dessen eine Podusche zu verwenden – das komme für sie nicht infrage. Aber: „Die übrig gebliebenen Klopapierrollen werden zum Basteln im Kindergarten verwendet“, so die Erzieherin. Auch im Beruf lasse sich Plastik nicht immer vermeiden, so seien die Gummihandschuhe beim Wickeln der Kinder Pflicht. Im Privatleben allerdings dominieren Vorratsgläser und selbst gehäkelte Beutel den Alltag. Über den neuen Unverpackt-Laden in Ludwigsburg freut sie sich sehr. Bisher ist sie mit Beuteln und Dosen im Gepäck alle sechs Wochen nach Stuttgart gefahren, wo es ebenfalls ein Geschäft gibt, das Nudeln, Reis und Co. lose verkauft. „Die Nudeln sehen im Vorratsglas doch auch viel schöner aus als in der Plastiktüte“, sagt Belz. Ihr Motto: „Es gibt zu viele schöne Alternativen, als dass ich von Verzicht sprechen würde.“ Mit einer Holzkiste auf dem Fahrrad zum Wochenmarkt zu radeln genießt sie und sieht es als Teil ihres Lebensstils an. Ihre Botschaft: „Man kann klein anfangen und auf die Gurke verzichten, die in Plastik eingeschweißt ist.“

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