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„Digitalisierung schützt nicht vor realen Unfällen“

Landesverkehrswacht kommt zu Hauptversammlung in Ludwigsburg zusammen – Anstieg bei Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs

,,Der erhebliche Anstieg bei den Fahrrad- und Pedelecunfällen stellt uns vor neue Herausforderungen.“ Das erklärte Hartfrid Wolff, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg, die in Ludwigsburg ihre Hauptversammlung abgehalten hat. Da helfe auch die Digitalisierung nur in Teilen weiter. „Diese menschlichen Unglücksfälle sind ganz real.“ Und doch: Die Verkehrswachten vor Ort müssten prüfen, inwiefern sie sich moderner Informationskanälen wie Facebook, Twitter & Co. bedienen müssen, um ihre Informationen und Aufklärung rund um die Sicherheit im Verkehr optimal platzieren zu können.

Auch wegen der Zunahme an Unfällen wurde die landesweite Aktion „Toter Winkel“ zusammen mit den Städten und Kommunen gestartet. Und an einer hervorragenden Ausbildung von qualifizierten Verkehrswächtlern führe kein Weg vorbei, hieß es beim Landestreffen. Gastgeber war die Kreisverkehrswacht Ludwigsburg. Jochen Haußmann, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, bekräftigt in seiner Ansprache: ,,Die Verkehrswacht ist eine der ältesten Bürgerinitiativen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Aufgabe der Politik ist es, dieses für unsere freie Bürgergesellschaft so wichtige Engagement zu unterstützen.“ Diese Aufforderung konnte Jürgen Vogt, erster Landesbeamter des Landkreises Ludwigsburg, direkt unterfüttern: Der Landkreis hat ein Förderprogramm aufgelegt, nach dem teilstationäre Verkehrsübungsplätze in den Städten und Gemeinden mit bis zu 10.000 Euro förderfähig sind, wenn diese für die Radfahrausbildung der Grundschüler genutzt werden.

Die Landesverkehrswacht ist der Dachverband von 55 örtlichen Verkehrswachten in Baden-Württemberg. Deren Aufgabe ist die Verkehrsaufklärung und Verkehrserziehung. Diese reicht von der vorschulischen Verkehrserziehung über Schüler, Jugendliche, junge Erwachsene bis hin zu den älteren Mitbürgern. Der Verband ist eigenen Angaben zufolge bundesweit größter Anbieter von Fahrsicherheitstrainings. 19.845 Teilnehmer waren es im vergangenen Jahr, die bei den Verkehrswachten ein Fahrsicherheitstraining absolviert haben. (red)