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Sportlerehrung

Ehrungen und eine bunte Party

Bei der diesjährigen Sportlerehrung wurden sechs Ludwigsburger mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Sie alle haben sich in besonderer Weise um den Sport in der Stadt verdient gemacht: Dominik Kirchniawy, Reinhard Weiß, Tabea Alt, Silvia Schäuble, Udo Taege und Iris Schmidt.

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Die Sportlerehrung im Scala war zwischendurch im Foyer auch Kontakt- und Gesprächsbörse. Foto: Benjamin Stollenberg
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Die Geehrten: Dominik Kirchniawy...
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Reinhardt Weiss...
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Iris Schmidt...
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Udo Taege...
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Tabea Alt...
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und Silvia Schäuble.

Ludwigsburg. Es war eine muntere Party und ein Treff des Sports im besten Sinne: Aktive und Funktionäre aus der gesamten Breite des Ludwigsburger Sportgeschehens zusammen mit Vertretern aus Politik und anderen Bereichen der Gesellschaft. Neben den vielen erfolgreichen Sportlerinnen und Sportlern galt ein besonderes Augenmerk dieses Abends den Ehrungen für ehrenamtlichen und besonderen sportlichen Einsatz. Hier die Geehrten im Porträt:

Dominik Kirchniawy: Mit dem Walther-Tripps-Fairness-Pokal wurde Dominik Kirchniawy ausgezeichnet. Der 22-jährige Lehramtstudent an der PH Ludwigsburg ist begnadeter Tänzer. Sein Talent wurde vom polnischen Tanzverein Grünbühl entdeckt, als er acht Jahre alt war. 2006 wechselte er zum Tanzclub Ludwigsburg.

„Sportlich ging es dort schnell voran und er wurde mehrfacher Landesmeister“, sagte TCL-Trainerin Dagmar Beck in ihrer Laudatio. Im Alter von 15 Jahren gehörte er der B-Standardformation an und seit 2011 ist er Mitglied der A-Mannschaft. Er ist Deutscher Meister und wurde 2015 Weltmeister. Seit April 2016 ist Dominik Kapitän der A-Standard Formation. Mit seiner Partnerin Masha Novikova startet er in der höchsten Klasse auf Einzelturnieren. Sie gehören dem Bundes B-Kader des Deutschen Tanzsportverbandes an und sind das Aushängeschild des 1.TCL. In der Jugendarbeit ist „Dome“, wie er unter den Sportlern genannt wird, Jugendsprecher, Fitnesstrainer und als Motivator unterwegs. Außerdem ist er ehrenamtlicher Pate für junge Sporttänzer im Alter bis zwölf Jahren.

Reinhardt Weiss: Lange Jahre stand Reinhardt Weiss an der Spitze des Stadtverbandes für Sport. Von 1999 bis 2014. Davor war er bereits drei Jahre dessen Finanzreferent. „Die Zusammenarbeit zwischen dem Verband und der Verwaltung war immer konstruktiv und auf Augenhöhe“, würdigte Oberbürgermeister Werner Spec. Bis 2000 war Weiss zudem noch im Vorstand des Sportvereins 1919 Poppenweiler und spielte dort auch als Mittelstürmer Fußball. Vereine profitieren vom Fachwissen des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Stadtrat: Er ist Wirtschaftsprüfer und Steuerberater.

Iris Schmidt: Über 1000 Kinder haben in über 25 Jahren bei Iris Schmidt das Hockeyspielen gelernt. Damit sie in Trainingsmethoden am Ball bleibt, bildet sie sich ständig weiter. „Ihre größte Stärke ist die Wertschätzung, die sie jedes Kind spüren lässt“, betonte der HCL-Trainerkollege Frank Weitenhagen. Und auch den dazugehörenden Eltern macht sie den Hockeysport spätabends schmackhaft. „Für den Verein eine unschätzbar wichtige Arbeit.“ Auch sonst setzt sich „die geliebte Mutter des Erfolgs“ für den Verein ein, wo es nur geht. Sie engagiert sich beim Maifest, dem Kinderferienprogramm und dem Kinderfest auf dem Marktplatz oder beim Pferdemarktumzug.

Udo Taege: Vor 50 Jahren ist Udo Taege in die Fußball-Abteilung des TSV Ludwigsburg eingetreten. Dort spielte er zehn Jahre lang als rechter Verteidiger. Schon in seiner aktiven Laufbahn hat er ehrenamtliche Aufgaben übernommen. Er war Kassenprüfer und später Kassier der Abteilung, berichtete MTV-Vize Frank Weckesser. Seit 30 Jahren bis zum heutigen Tag ist der 71-jährige Taege Schatzmeister des Hauptvereins. „Für den Verein bleibt er unverzichtbar.“ Damit sei er für die Mitglieder des TSV, für die Stadt Ludwigsburg und ihre Bürger beispielgebend. Solche Vorbilder seien für Sport und Gesellschaft unverzichtbar, hieß es in der Laudatio bei der Sportlerehrung.

Tabea Alt: Die Turnerin Tabea Alt, konnte nicht an der Sportlerehrung teilnehmen, bekam aber trotzdem den Ehrenpreis des Stadtverbands für Sport für eine außergewöhnliche sportliche Karriere der erst 17-Jährigen. Mit zwei Jahren hat sie mit dem Turnen beim MTV Ludwigsburg angefangen und ist diesem Sport treu geblieben. Die Liste ihrer Erfolge ist lang, Höhepunkt war die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio. Einen Tag nach der Wahl zur Sportlerin des Jahres holte das Mitglied des A-Kaders des Deutschen-Turner-Bundes ihren ersten Weltcup-Titel.

Silvia Schäuble: Eine tragende Säule des SKV Eglosheim ist Silvia Schäuble. Seit über 45 Jahren ist sie ehrenamtlich im Verein tätig. Bereits kurz nach dem Eintritt in die Abteilung Frauenturnen 1971 organisierte sie im Vergnügungsausschuss gesellige Anlässe. „Ihr Engagement und ihre Kompetenz führten dazu, dass Silvia Schäuble 1980 zur Abteilungsleiterin gewählt wurde und dies erfolgreich bis zur Umstrukturierung im Mai 2011 blieb“, so Petra Kutzschmar, Vorstand im Stadtverband für Sport, in ihrer Laudatio. In diesen Jahren wuchs die Abteilung mit dem „Kinderturnen“ bis auf insgesamt 850 Mitglieder. 1981 entdeckte der Hauptverein Silvia Schäuble als Schriftführerin, was sie bis 2016 blieb. Von 500 Pflichtterminen versäumte sie nur einen.

Seit 2010 ist die heute 73-Jährige auch Leiterin des Geschäftszimmers im SKV. Sie ist als Öffentlichkeitsreferentin im Einsatz. Aktuell ist sie auch Seniorenbeauftragte und im Organisationsausschuss Eglosheimer Seniorenfeier aktiv. „Ihr Einsatz und ihre Leistungen für den SKV über all die Jahrzehnte hinweg sind im Verein ohne Beispiel“, lobte Kutzschmar. Übrigens Schäuble turnt immer noch.