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Kunstschule labyrinth

Ein buntes Fest im Zeichen der Kunst

Am Wochenende Festspieltage im Kunstzentrum Karlskaserne – Einblicke ins Jahresprogramm mit Tanz, Theater und Bildender Kunst

Ob Malen oder Tanzen: Die Kunstschule Labyrinth zeigt an den zwei Tagen der offenen Tür all ihre Facetten. Und (fast) alles darf ausprobiert werden.Fotos: Kunstschule (Daniela Wolf, Yakup Zeyrek)
Ob Malen oder Tanzen: Die Kunstschule Labyrinth zeigt an den zwei Tagen der offenen Tür all ihre Facetten. Und (fast) alles darf ausprobiert werden. Foto: Kunstschule (Daniela Wolf, Yakup Zeyrek)
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Ludwigsburg. „Wir können uns am kommenden Wochenende voller Stolz präsentieren“, sagt Jochen Raithel. Qualität, Kreativität, Vielfalt: Wie jedes Jahr markieren die Festspieltage gleichzeitig den Anmeldestart für das neue Programm der kommenden Saison – und der Leiter der Kunstschule Labyrinth weiß, welche Erfolge diese mittlerweile vorzuweisen hat. 3400 Teilnehmer von Jahreskursen, Workshops, Ferienangeboten oder in Kooperationen sind da Zeugnis genug. Und ihre Treue gehört zur Erfolgsgeschichte der Kunstschule: „Im Idealfall kann man ein ganzes junges Leben in der Kunstschule verbringen.“

Mitmachen und staunen

Oder auch mal nur zwei Tage auf dem Hof und vor den Bühnen der Karlskaserne: Am Samstag, 13., und Sonntag, 14. Juli, wird es von 14 bis 18 Uhr wuselig im Kunstzentrum, sind Kunstwerkstätten aufgebaut und zeigen sich Tanz- und Theatergruppen auf der Kleinen Bühne, in der Reithalle oder in den Stallungen West. Kittel: „Alle Spielorte werden vehement frequentiert.“ Genug Futter für kunsthungrige Kinder, Jugendliche und ihre Eltern. Zu sehen ist auch die Premiere von dem Theaterprojekt nach dem Bestseller „Tintenherz“, wie auch Slapstickcomedy von der „Praxis für überdramatisierende Menschen“.

Die sehen hier das Ergebnis harter Arbeit, doch die Kunstschule Labyrinth lebe auch von den Inspirationen, die von außen kommen, sagt Rainer Kittel. Zuständig für Tanz und Theater und zugleich stellvertretender Leiter, lobt er die Motivation und Kreativität der rund 50 Tänzer, Künstler oder Schauspieler, die in der Karlskaserne das Jahr über unterrichten. Der neue K-Pop Dance – eine Art koreanischer Hiphop – „kam als Impuls von der Straße her“, und kaum eingeführt, „wurden wir überrannt“.

Ballett kreativ, Junior Dance Mix oder Hip-Hop Lady Style: Viele steigen laut Kittel mit vier oder fünf Jahren ein und werden in ihren Gruppen sozusagen erwachsen. Und können sich etwa im Stagetime-Projekt austoben, das den Übergang von Freizeitbeschäftigung zu Professionalität markiert: In Kooperation mit der Jugendmusikschule arbeiten Zehn- bis 16-Jährige in kleinen Gruppen und in schnellem Wechsel einen Nachmittag lang in Gesang, Schauspiel und Tanz.

Großen Raum bei den Festspieltagen und im Programm nimmt auch die Bildende Kunst ein. Fachbereichsleiterin Heike Grüß spricht von „voll ausgebuchten“ Kunstwerkstätten, die bereits mit vier Jahren starten und bis zur Vorbereitung einer Kunstmappe für die Kunstakademie gehen können. Die Bandbreite zwischen Holz, Pinsel, Ton oder Recycle-Kunst ist riesig. Die neue Medienwerkstatt bietet prozessorientiertes Arbeiten für 14- bis 16-Jährige in Video, Fotografie und Audio und steht im krassen Gegensatz etwa zur ebenfalls neu eröffneten Näh- und Färbewerkstatt. Ebenfalls „von der Straße“ kam der Impuls für Comics und Graphic Novels ab zwölf Jahren: Vom Entwurf bis zum eigenen Album geht hier der Weg. Grüß: „Der Bereich war zuvor nur rudimentär abgebildet.“

„Beschäftigung mit Kunst ist elementar“

Am Wochenende jedenfalls können sich die Besucher über alle Angebote informieren und sich direkt anmelden. Der jährliche Zulauf bestätigt Jochen Raithels Credo, dass Kunst kein extra Bonbon ist, sondern Basis für ein erfülltes und erfolgreiches Leben: „Wir sind zutiefst überzeugt, dass die Beschäftigung mit Kunst elementar wichtig ist.“

Info: Die Festspieltage am 13. und 14. Juli gehen an beiden Tagen von 14 bis 18 Uhr. Das Programm ist unter www.kunstschule-labyrith.de zu finden. Wer eine Aufführung besuchen möchte, sollte sich gleich zu Anfang eine kostenlose Einlasskarte besorgen, die gibt es schon ab 13 Uhr am Infostand.

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