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blühendes Barock

Ein Fest im Zeichen von Rapunzel

Gemeinsam mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule hat die Gartenschau vielen Familien allerhand zu bieten

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Rennen, klettern, malen und mehr: Rundgang in einer Märchenwelt. Fotos: Holm Wolschendorf
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Rennen, klettern, malen und mehr: Rundgang in einer Märchenwelt. Fotos: Holm Wolschendorf
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Rennen, klettern, malen und mehr: Rundgang in einer Märchenwelt. Fotos: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Rapunzel hat am Wochenende nicht nur ihr prächtiges Haar von der Emichsburg herabgelassen, sondern beim Märchenfest im Blühenden Barock die Fantasie zahlreicher Kinder beflügelt. An 15 Spielstationen drehte sich alles um das Mädchen mit den wunderschönen Haaren, das von einer Zauberin in einen Turm gesperrt und dort gefangen gehalten wird.

Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg sorgten als Märchentanten und Märchenonkel an den Stationen dafür, dass die Kinder die einzelnen Aufgaben richtig angehen und bewältigten konnten.

Als Belohnung gab es immer einen bunten Stein, der auf eine Spielkarte geklebt wurde. Jedes Kind, das die 15 Steine gesammelt hatte, erhielt eine Krone und verwandelte sich somit selbst in eine Prinzessin oder einen Prinzen. Und so waren am Wochenende im Blühenden Barock auffallend viele gekrönte Häupter unterwegs – teilweise noch im Buggy kutschiert.

Im Unteren Ostgarten mit Blick auf die prächtige Emichsburg hatte das Märchenfest seinen Standort. Es erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Märchentante Jessica war dicht von kleinen und erwachsenen Zuhörern umringt, als sie an der ersten Station das Märchen Rapunzel vorlas. Es stammt aus der Feder der Gebrüder Grimm. Die in einem Turm eingesperrte Rapunzel zieht eines Tages die Aufmerksamkeit eines Königssohns auf sich, als dieser durch den Wald reitet und ihren wunderschönen Gesang hört. Zunächst scheint es, als sei die Macht der bösen Zauberin zu groß. Sie verstößt Rapunzel und lässt den Köningssohn erblinden. Doch wie in jedem Märchen gibt es auch für Rapunzel und ihren Liebsten ein glückliches Ende.

Bis dahin hatten die Kinder an den Stationen im Blühenden Barock aber ganz unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Sie pflanzten bunte Blumen im Garten der bösen Zauberin, um sie dann wieder zu pflücken, zielten mit Bällen auf ein verschlossenes Fenster des Turms, flochten Zöpfe und angelten in einem Wasserbecken nach einem Prinzen. Bei der Suche nach einem Geheimgang zum Turm krabbelten sie durch Stoffröhren und bewältigen einen mit verschiedenen Materialien gestalteten Barfußpfad.

Die Märchentanten und -onkel halfen den Kindern auch bei der Bewältigung einer Kletterwand oder beim Entwirren von Rapunzels Haar. „Das macht Spaß“, freute sich die fünfjährige Maja, die mit ihren Eltern zum Märchenfest gekommen war. Diese hatten eine Decke ausgebreitet, auf der später ein kleines Picknick veranstaltet wurde.

Bei den sommerlichen Temperaturen besonders hoch im Kurs stand die letzte Aufgabe im Rapunzel-Parcour. An dieser Spielstation kam es darauf an, durch Rapunzels Tränen den erblindeten Königssohn wieder zum Augenlicht zu verhelfen. Mit Wasserpumpen wurde auf aufgemalte Augen gezielt, bis diese von der Tafel verschwunden waren. Das machte natürlich jede Menge Spaß.

Ein selbstgestaltetes Puzzle, das die Kinder mit nach Hause nehmen durften, soll die Erinnerung an das gelungene Märchenfest und an Rapunzel wach halten – bis zum nächsten Jahr. Ganz außer Konkurrenz konnten die Kinder sich auf einer Hüpfburg austoben. Und die Kreisverkehrswacht hatte einen Parcours aufgebaut, der mit Bobbycars zu bewältigen war.

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