Logo

Ein klarer Sieger, aber keine neuen Rekorde

Züchter treten mit zwanzig Kürbissen an – Spannendes Finale mit drei zufriedenen Gewinnern – Diesmal gewinnt Michael Asam

Zwei orangefarbige und ein großer heller Kürbis, das sind die Gewinnerkürbisse. Die Züchter jubeln, trotz Regenwetter.Foto: Ramona Theiss
Zwei orangefarbige und ein großer heller Kürbis, das sind die Gewinnerkürbisse. Die Züchter jubeln, trotz Regenwetter. Foto: Ramona Theiss

Ludwigsburg. 687,5 Kilogramm – das brachte dieses Jahr der schwerste Kürbis auf die Waage. Er kommt wie auch schon im Vorjahr aus Bayern, Michael Asam aus Heretshausen, zuletzt noch Dritter, konnte die deutsche Meisterschaft im Kürbiswiegen für sich entscheiden. Allerdings: Rekorde wurden dieses Jahr damit nicht gebrochen.

Der Hitzesommer hatte schon 2018 dazu beigetragen, dass die Kolosse – trotz der Bewässerung mit bis zu 2000 Litern Wasser täglich – weniger Gewicht zulegten. 795 Kilogramm waren es im Vorjahr, gegenüber dem Rekordhalter aus Thüringen kann aber auch dieser nicht mithalten: Der Superstar unter den Kürbissen wog 916,5 Kilogramm.

Gegen 13 Uhr kamen gestern bei nasskaltem Regenwetter die ersten Kürbisse auf die Waage. Mit Radladern wurden die Kolosse auf die spezielle Waage bugsiert und nach und nach wurden die gewogenen Kürbisse der Sorte Atlantic Giant schwerer und schwerer.

Die Sorte gehört zu den „Cucurbita Maxima“ und wird vor allem zur Riesenkürbis-Züchtung verwendet. Professionelle Züchter nutzen zudem Saatgut mit Stammbaum – dieses stammt von ehemaligen „Meisterkürbissen“ der vergangenen Jahre ab.

Mit 20 Kürbissen traten die Züchter, die aus ganz Deutschland angereist sind, zu dem Wettbewerb an, und es war vorher nicht abzusehen, wer gewinnen wird. Den zweiten Platz holte erneut der Kürbis von Mathias Würsching aus Einhausen (Hessen), dessen Gewächs 650,5 Kilogramm auf die Waage brachte. Schon im Vorjahr war Würsching auf Platz 2 gelandet, doch diesmal war er näher dran an dem Preisgeld, das der Gewinner eintüten darf: immerhin 1000 Euro. Den dritten Platz belegte Martin Rudorfer aus Hemmingen (Baden-Württemberg) mit seinem 628-Kilogramm-Kürbis. Für die Lokalmatadore aus dem „Ländle“ gab es zudem eine Extra-Wertung. Hier konnte Martin Rudorfer mit seinem Schwergewicht auftrumpfen, der zweite Platz ging an Michael Dreule aus Stammheim (Kürbis mit 438,0 Kilogramm), der dritte Platz ganz knapp dahinter an Birgit Auzinger aus Hemmingen, deren Kürbis nur gut ein Kilo weniger wog.

Die Gewinnerkürbisse werden bis zum Ende der Ausstellung auf dem Ausstellungsgelände präsentiert. Damit nicht genug: Am 13. Oktober geht der Wiege-Marathon weiter, dann sollen die schwersten Kürbisse Europas auf die Waage. (red/hpj)