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Tiere

Ein Zeichen setzen gegen die Katzenquälerei

Verena Foppa hat jetzt eine Mahnwache und Demo auf dem Kelterplatz organisiert, um darauf aufmerksam zu machen, dass Tierquälerei nicht toleriert werden kann. In Eglosheim gibt es mehrere Vorfälle.

Verena Foppa aus Eglosheim geht gegen einen Katzenschänder vor. Foto: Ramona Theiss
Verena Foppa aus Eglosheim geht gegen einen Katzenschänder vor. Foto: Ramona Theiss

Ringo war ein zuverlässiger Kater, er kehrte abends immer in sein Zuhause in der Katharinenstraße in Eglosheim zurück. Als er am 26.April nicht mehr auftauchte, hatte Verena Foppa, die hier mit ihrer Familie lebt, schnell den Verdacht, dass etwas passiert war. Am 2. Mai wurde Ringo erschlagen aufgefunden.

Es waren gleich zwei tote Katzen aus Eglosheim, die letzte Woche an der Bahnstrecke zwischen Besigheim und Bietigheim zufällig entdeckt wurden. Neben Ringo, den seine Besitzerin als klassischen Hauskater bezeichnet, war auch Balou, ein Kater aus der Nahbarschaft, gewaltsam zu Tode gekommen.

Dass die beiden Kater identifiziert werden konnten, war einem Transponderchip zu verdanken, mit dem sie registriert waren. Verena Foppa erfuhr dabei in Gesprächen, dass Ringo vor Ort in Eglosheim von einem Anwohner eingefangen worden sein soll. Sie hat deshalb die Polizei verständigt und Anzeige erstattet.

Die 52-jährige, die seit 2008 mit ihrer Familie in der Katharinenstraße lebt, hat außerdem eine Mahnwache und Demonstration für heutigen Freitag, 14. Mai von 19 bis 20 Uhr auf dem Kelterplatz unter dem Motto „Präsenz zeigen gegen Tierquäler“ organisiert. Die Demonstration wurde von der Stadt Ludwigsburg genehmigt, die Pandemieauflagen wie Abstandhalten und Maske müssen eingehalten werden.

„Es gibt konkrete Hinweise auf einen Täter, deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn dieser erkennt, dass viele Menschen Tierquälerei anprangern und ein solches Handeln verabscheuen“, sagt Verena Foppa.

Sie wird noch aus einem weiteren Grund aktiv: Gerade jetzt in der Pandemiezeit stellten Katzen für Alleinstehende oft den einzigen Kontakt dar. „Die Tiere sind dann Familienersatz“, berichtet die 52-jährige. Umso schlimmer sei es, wenn eine Katze dann auf Nimmerwiedersehen verschwinde. Eigentlich wäre das dörfliche Anwesen mit Hinterhof, in dem sie lebt, ideal für Haustiere, doch keines darf derzeit raus.

Verena Foppa hat Angst um Katzendame Chichi sowie die drei Kleinen, die auf dem Friedhofparkplatz ausgesetzt wurden und um die sie sich nun ebenfalls kümmert. „Ich kann ja verstehen, dass nicht jeder Katzen mag, aber man muss sie ja deshalb nicht umbringen“, sagt Verena Foppa, die auch der Eglosheimer Gruppe des Freundeskreises Katze und Mensch angehört. Ringos und Balous Schicksal soll dabei wohl kein Einzelfall sein. Sie wehrt sich nun und hofft auf viele Mitstreiter.

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