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Schlossgartenareal

Erster Schritt für die Neugestaltung

Rund 120 Bürger pflanzen am Zipfelbach in Hochdorf 13 Bäume – Gesamtkosten des Projekts liegen bei 400 000 Euro

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Tatkräftig helfen die Bürger bei der Baumpflanzaktion im Schlossgartenareal in Hochdorf mit. Foto: Andreas Essig

Ludwigsburg. Im Schlossgartenareal am Zipfelbach in Hochdorf waren am Samstag viele fleißige Helfer am Werk. Rund 120 Kinder und Erwachsene folgten dem Aufruf des Bürgerforums zur gemeinsamen Pflanzaktion. Bevor in Gemeinschaftsarbeit die Baumreihe mit 13 Vogelkirschen gesetzt wurde, drückte Oberbürgermeister Dirk Schönberger seine Freude über den Start der Umgestaltung des Schlossgartenareals aus. Er hob die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervor. Baubürgermeister Karl Velte erinnerte daran, dass die Idee vor rund zwei Jahren aus dem Bürgerforum Hochdorf entstanden sei. Er zeigte sich beeindruckt, dass sich immer mehr Mitwirkende für das Projekt begeisterten.

Helmut Kaspar, Vorsitzender des Bürgerforums, bedankte sich bei Verwaltung und Gemeinderat für die Einbeziehung der Bürger. Damit habe man einen wichtigen Impuls gesetzt. Sein besonderer Dank galt den Privatleuten, Firmen und Vereinen für ihre Spenden, mit denen die Bäume, Pflanzsubstrat und Pfähle finanziert werden konnten.

Und dann stand der tatkräftigen Arbeit nichts mehr im Weg. In Gruppen fand man sich zusammen, um die fünf Meter hohen Bäume in die vorbereiteten Pflanzlöcher zu setzen. Vor allem beim Bau der Dreiböcke als Stütze der jungen Bäume war gute Zusammenarbeit wichtig. Um die Pfähle in den Boden zu rammen, waren Muskeln gefragt. Später wurden die Bäume gemeinsam gewässert. Und weil die gemeinsame Pflanzaktion nicht als reiner Arbeitseinsatz, sondern auch als Grund zum Feiern angesehen wurde, war auch für Bewirtung durch Vereine gesorgt.

„Meine Eltern haben einen Baum gespendet, den ich mit eingepflanzt habe“, erzählte Peter Schaub, Abteilungsleiter Badminton beim SGV. „Ich finde die Aktion super, deshalb helfe ich mit. Mir gefällt dieses Gemeinschaftsding, bei dem alle Altersgruppen vertreten sind.“ Auch der sechsjährige Jannis war begeistert bei der Sache und das ist ganz im Sinne des Bürgerforums. „Wir wollen schon die jüngsten Hochdorfer einbeziehen. Deshalb haben wir auch einen Grundschulbaum gepflanzt“, erzählte Kaspar im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das Areal soll sich zum Lernort entwickeln, die Pflanzung ist da ein Bildungsbaustein.“ Die Kinder sollten sich mit dem Projekt identifizieren. Erfreut zeigte sich der Vorsitzendes des Bürgerforums auch über den Baum, den die katholische und evangelische Kirche gemeinsam gespendet haben.

Er bedauerte nur, dass es nicht gelungen sei, alle direkten Anlieger für das Projekt zu begeistern. „Sie fürchten Lärmbelästigung“, erzählte Kaspar. Denn die Pflanzung ist nur der erste Baustein zur Neugestaltung des Schlossgartenareals. Im Bereich zwischen Schloss und Zipfelbach soll ein Freizeitgelände für alle Generationen entstehen mit Angeboten für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren. Ein zentraler Familienplatz, der zum Verweilen und zur Kommunikation einlädt, so ist die Planung. Dafür wird im nächsten Schritt der Zipfelbach dort, wo keine Bäume stehen, verbreitert und zugänglich gemacht. Sitzstufen werden angelegt und der Weg erweitert.

Dass bürgerschaftliches Engagement belohnt wird, zeigt der Zuschuss, den Remseck für das Projekt erhalten hat: Aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum gab es 47 000 Euro. Die Gesamtkosten für das Projekt beziffert Baubürgermeister Velte mit rund 400 000 Euro.