Logo

Reuteallee

Explosion im Umspannwerk

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war gestern Nachmittag nach einer Explosion im Eglosheimer Umspannwerk im Einsatz. Verletzt wurde niemand, in Teilen der Stadt kam es nach der Explosion allerdings für Sekunden zu Stromausfällen.

350_0900_19396_20180531_155147.jpg
Flammen am Umspannwerk. Foto: Feuerwehr Ludwigsburg

Ludwigsburg. Die Martinshörner der Feuerwehr durchbrechen gestern Nachmittag die ruhige, fast träge Stimmung am sonnig-warmen Feiertag. Ein Einsatzfahrzeug nach dem nächsten verlässt die Leitstelle in der Heilbronner Straße. Schwarze Rauchschwaden ziehen über die Stadt, die Menschen in den Cafés am Marktplatz blicken zum Himmel.

Um 15.45 Uhr haben Anwohner aus der Reuteallee die Feuerwehr alarmiert, die mit einem Großaufgebot ausrückt: Insgesamt 82 Einsatzkräfte sind vor Ort, berichten Einsatzleiter Matthias Stuber und Zugführer Walter Beyer im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch die Führungstruppe aus Freiberg, ein Rettungswagen und Kreisbrandmeister Andy Dorroch rücken aus. „Es hat hauptsächlich die Fassade gebrannt“, berichtet Matthias Stuber. Vermutlich war es die Isolierung, die für die schwarzen Rauchschwaden gesorgt hat. „Eine Gefahr für die Bevölkerung hat nicht bestanden“, teilte die Polizei über ihren Twitter-Kanal mit.

Die größte Gefahr für die Einsatzkräfte war bei diesem Einsatz die Spannungsstärke. Denn erst wenn sicher ist, dass für die Feuerwehrleute keine Gefahr ausgeht, dürfen sie sich dem Brandherd nähern. Die Einsatzkräfte hatten den Brand recht schnell unter Kontrolle, so Stuber.

Das Umspannwerk wird von den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim und EnBW gemeinsam genutzt. „Die Störungsursache liegt bei der EnBW“, hieß es gestern bei den Stadtwerken zum Vorfall. Der EnBW-Techniker vor Ort wusste Details: „Ein Kurzschluss an der Ladestromspule hat den Brand verursacht.“ Wie es jedoch dazu kam, ist unklar und soll in den nächsten Tagen ermittelt werden. Auch der technische Schaden lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffern. Die Stromversorgung in Ludwigsburg werde infolgedessen jedoch nicht beeinträchtigt sein, hieß es gestern. Für einen kurzen Moment habe es allerdings einen Einbruch im Mittelspannungs- und Niederspannungsnetz gegeben. „Auf der 110-KV-Seite hat es einen Spannungseinbruch gegeben, das hat sich auch auf das untere Netz ausgewirkt“, so die Stadtwerke. Die Ausfälle seien im Sekunden- beziehungsweise Millisekundenbereich gewesen und könnten in beleuchteten Räumen beispielsweise als Lichtflackern wahrgenommen worden sein.