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Film ab für Natur und Umwelt

Kritische Dokumentationen sowie Natur- und Umweltfilme stehen im Mittelpunkt des NaturVision Filmfestivals vom 19. bis 22. Juli. Für Ludwigsburg ist es ein wichtiger Partner, sagt OB Werner Spec: „Wir müssen verdammt viel tun.“

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Spektakuläre Bilder gibt es in dem Film „Wilder than Wilderness“ (20. Juni, 13 Uhr).Foto: NaturVision

Ludwigsburg. Das Bekenntnis von Werner Spec zum NaturVision Filmfestival kommt ohne Zögern: „Für mich ist das ein Projekt, das wir auch in der Zukunft sehen – auch in größeren Zusammenhängen.“ Die Stadt Ludwigsburg ist seit Anbeginn Partner des Filmfestivals, das 2012 nach zehn Jahren vom Bayerischen Wald in den Südwesten zog – und seitdem ständig sein Spektrum erweitert hat. Ein fester Partner für Spec, der sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. „Wenn wir das ernst nehmen, müssen wir verdammt viel machen.“

In 70 Jahren ein Klima in Ludwigsburg wie derzeit in Süditalien, der hohe CO-Ausstoß, der zu große Verbrauch von Ressourcen und Wetterkapriolen wie Unwetter oder Starkregen – Spec malt ein realistisch-düsteres Bild der Zukunft: „Wir müssen leider davon ausgehen, dass das zunimmt.“ NaturVision sei mit seinen Filmen „ein Teil der Umweltstrategien“, die auf viele Schultern verteilt werden müssten. Denn nur so würden Menschen auf nachhaltige Weise erreicht: „Wir sind alle Teil des Problems und müssen alle Teil der Lösung werden.“ Dieses Bewusstsein zeige sich auch immer mehr in der Wirtschaft: „Nachhaltigkeit wird Teil der strategischen Entwicklung.“

Mit 140 Filmen zeigt NaturVision von 19. bis 22. Juli im Central Theater eine große Bandbreite an Wettbewerbsbeiträgen – kritische Dokumentationen gehören ebenso dazu wie Tier- und Umweltfilme mit beeindruckenden Aufnahmen. Ergänzt werden diese häufig durch Filmgespräche. Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 19. Juli, um 19 Uhr im Central Theater mit „Sex, Lies and Butterflies – Wunderwesen Schmetterling“. Dieser Film wirft einen Blick darauf, wie die Raupe des Schmetterlings als Ungeziefer bekämpft wird, während das Artensterben bei den Schmetterlingen beklagt wird.

„Wir wollen die Schönheit dieser Welt auf die große Leinwand bringen“, sagt Festivalleiter Ralph Thoms. „Doch immer geht es auch darum, große Zusammenhänge aufzuzeigen und um mehr Achtsamkeit für Natur und Umwelt zu werben.“ Sein ehemaliger Partner in der Festivalleitung übrigens, Kay Hoffmann, hat sich zurückgezogen, ist aber weiter Vorstand des Fördervereins Earth-Vision. NaturVision wird veranstaltet von der Earth Vision UG, Mitveranstalter ist die Film&Medienfestival (FMF) gGmbH. Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist Schirmherr, der Schauspieler und bekennende Naturschützer Andreas Hoppe übernimmt weiter die Patenschaft.

Deren Geschäftsführer Uli Wegenast lobt die Entwicklung des Festivals, dem die FMF nicht nur mit dem Filmprogramm beim Open Air Schützenhilfe leistete. Die Filme dürften nicht belehrend sein, betont er, „mit dem erhobenen Zeigefinger kommt die Abwehrhaltung“. Auf dem Arsenalplatz sind auch die Kurzfilme zu sehen, die im neuen Preis „Die (Un)Endlichkeit des Plastiks“ konkurrieren. Neben dem mit 10 000 Euro dotierten Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis werden Preise in zehn Kategorien verliehen, darunter auch der LKZ-Publikumspreis. Die große Verleihung findet am Samstagabend, 21. Juli, im Central Theater statt.

Mit „Landschaften der Zukunft“ geht das NaturVision Filmfestival auch in seinem Sonderthema einen konsequenten Weg. So soll der Boden nach dem Thema Wasser im Vorjahr über mehrere Jahre hinweg beleuchtet werden – mit Blick auf Landwirtschaft, Holzkohle oder Viehhaltung, aber auch in der Versiegelung von Flächen oder gar als Utopie. Gezeigt werden diese auf dem Open Air. Ergänzt werden die drei Festivaltage mit Veranstaltungen wie dem Science Slam oder dem Kurzfilmpreis Neckarperspektiven, am Sonntag um 18 Uhr wird der Gewinner-Haushalt der Energiehelden auf dem Open Air gekürt. Dort lockt erstmals der Übermorgen-Markt, hier findet auch das Kinderprogramm statt.

 

Info: Das Programm gibt es zum Download unter https://festival.natur-vision.de/de/ und gedruckt unter anderem im LKZ-Kundencenter, Central Theater oder dem Rathaus.