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Förderantrag für Niederflurbahn gestellt

Landkreis Ludwigsburg will Mittel aus dem Bundesprogramm für die Verkehrsfinanzierung – Doppelstrategie wird weiterverfolgt

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Die Niederflurbahn in einer Simulation des Ludwigsburger Aktionsbündnisses. Fotomontage: VCD Bischof

Ludwigsburg. Wie geplant noch vor der Sommerpause hat der Landkreis Ludwigsburg den offiziellen Antrag auf Zulassung der Niederflurbahn für das Bundesförderprogramm nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gestellt. Landrat Dr. Rainer Haas sagte dazu: „Für eine Förderung des Jahrhundertprojekts im Kreis Ludwigsburg aus Bundesmitteln rechnen wir uns gute Chancen aus. Ich bin froh, dass wir nach Zustimmung aller Gremien nun den nächsten Schritt gehen können hin zu einer Stadtbahn-Lösung, die den ÖPNV im gesamten Landkreis entscheidend verbessern wird.“

Der Ausschuss für Umwelt und Technik des Kreistags hatte die Verwaltung am 2. Juni beauftragt, die Niederflurvariante der Stadtbahn in das GVFG-Bundesprogramm anzumelden, sobald alle beteiligten Städte und Gemeinden entsprechende Beschlüsse gefasst haben. Dies ist nun der Fall. Remseck, Kornwestheim, Markgröningen, Möglingen und Ludwigsburg haben entsprechende Beschlüsse gefasst. Weil es eine Vielzahl von Anträgen gibt und die Mittel in dem Förderprogramm begrenzt sind, spielt auch der Zeitpunkt der Antragstellung eine Rolle. Auch der Ministerialdirektor im Verkehrsministerium Baden-Württemberg hatte daher empfohlen, den Antrag möglichst noch vor der Sommerpause zu stellen.

Die erforderlichen Unterlagen liegen nun alle vor. Daher hat die Kreisverwaltung als nächsten Schritt im Planungsverfahren den Antrag zur Aufnahme der Niederflurvariante für das Komplettnetz in das GVFG-Programm des Bundes beim Land eingereicht. Die große verkehrliche Belastung im Landkreis macht Lösungen notwendig, die den ÖPNV stärken und mehr Fahrzeuge weg von den Straßen bringen. Bei den Voruntersuchungen ergaben die Hochflur- und die Niederflurvariante ähnlich gute Kosten-Nutzen-Faktoren.

Als nächsten Schritt muss das Landesverkehrsministerium veranlassen, dass das Projekt in das besagte Bundesförderprogramm aufgenommen wird. In dem nun gestellten Antrag verweist der Landkreis auf die vereinbarte Doppelstrategie, wonach die Stadtbahn einen Teil der Gesamtplanungen für den Raum Ludwigsburg darstellt. Sie beinhaltete unter anderem, dass der Kreis Ludwigsburg die Antragstellung der Fördermittel für die Stadtbahn übernimmt. (red)

 

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