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EnBW

Funktionstest für Castor-Transporte abgeschlossen

Mit der Rückkehr von drei leeren Castor-Behältern in das Kernkraftwerk Obrigheim hat die EnBW jetzt ihren Funktionstest für die Castor-Transporte abgeschlossen.

Ludwigsburg. Der Funktionstest ist Teil der Vorbereitungen für die Verlagerung verbrauchter Brennelemente aus Obrigheim in das Standort-Zwischenlager des Kernkraftwerks Neckarwestheim (GKN). Die EnBW plant hierfür voraussichtlich fünf einzelne Transporte mit einem Spezialschiff über den Neckar. „Wir haben den Funktionstest erfolgreich abgeschlossen. Der Test hat sowohl technisch als auch organisatorisch und personell gut geklappt“, berichtet Jörg Michels, Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH. „Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits die Handhabung der Castor-Behälter in den Lagerbereichen von Obrigheim und Neckarwestheim ausführlich getestet haben, haben wir jetzt mit dem Test auf dem Neckar und an den Anlegestellen die Erprobung des gesamten Transportablaufs komplettiert.“

Wie mehrfach berichtet, startete der Test am 27. Februar in Obrigheim, wo das Transportschiff mit leeren, unbenutzten Castor-Behältern beladen wurde. Genutzt wurde ein spezieller Schubleichter, der die besonderen behördlichen Anforderungen für einen solchen Transport erfüllt. Am Dienstag fuhr der Schubverband, bestehend aus dem Schubleichter und einem Schubboot, die rund 50 Flusskilometer zum GKN. Dort wurden die leeren Castoren am Mittwoch vom Schiff herunter und am Donnerstag wieder hinauf gefahren. Am Freitag legte der Schubverband erneut in Obrigheim an. Am Samstagmittag war die Entladung des Schiffes und damit der Funktionstest abgeschlossen. Gestern ist der leere Schubverband wieder nach Neckarwestheim überführt worden, wo er vorläufig vor Anker gehen wird. Der Funktionstest ist laut EnBW weitgehend ohne Auswirkungen auf die Schifffahrt verlaufen. Bei den geplanten „echten“ Transporten solle der Gesamtablauf nicht eine Woche dauern, sondern nur wenige Tage. Vergleichbar werde jedoch die Dauer der Fahrt von Obrigheim nach Neckarwestheim sein, hier rechnet die EnBW mit etwa einem Tag.

Die EnBW hatte sich im Juni 2016 für die Verlagerung der insgesamt 342 verbrauchten Obrigheimer Brennelemente nach Neckarwestheim entschieden. Dadurch werde der Bau eines weiteren Zwischenlagers in Deutschland überflüssig. Das Zwischenlager in Neckarwestheim verfügt über 151 Stellplätze für Behälter mit Brennelementen. Davon werden jedoch nur rund 125 Plätze für die Zwischenlagerung der Brennelemente aus den beiden Kraftwerksblöcken in Neckarwestheim benötigt. Die Unterbringung der 15 Castoren aus Obrigheim sei also ohne Erweiterung des Zwischenlagers möglich. (red)