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Fridays for Future
Globaler Klimastreik: Ludwigsburger erzählen, warum sie demonstrieren

Junge Teilnehmende laufen mit großem Plakat voran.Foto: Andreas Becker
Junge Teilnehmende laufen mit großem Plakat voran.Foto: Andreas Becker
Mit Schildern in den Händen und Protestrufen auf den Lippen geht der globale Klimastreik in eine neue Runde. Mehrere Hundert Leute haben sich dem Protest in Ludwigsburg angeschlossen.

Ludwigsburg. „Ich sag‘ Klima, ihr sagt Schutz!“ So schallen die Sprüche durch die Megafone, während die Leute sich zum elften globalen Klimastreik in den Straßen Ludwigsburgs und auf dem Marktplatz versammeln. Der diesjährige Klimastreik steht unter dem Motto „People not Profit“. Auf der ganzen Welt protestieren am Freitag Aktivisten auf den Straßen für eine klimagerechte Welt. Katharina Höhn und Paul Kanzok, Pressesprecher von Fridays for Future Ludwigsburg, erzählen, dass der globale Süden unter dem Klima leide und der globale Norden mehr Verantwortung übernehmen müsse. „Wir fordern Menschen über Profite.“ Besonders während der Energiekrise habe sich gezeigt, wie abhängig die Länder von fossilen Brennstoffen seien, meint Kanzok. „Die Investition in erneuerbare Energien ist längst überfällig, wir hätten sie schon lange gebraucht.“

Manche nehmen das erste Mal teil

Unter den Teilnehmenden gibt es einige, die bereits oft an Klimastreiks teilgenommen haben. „Es hat sich noch nicht wirklich etwas bewegt“, sagt ein Mann, der zusammen mit seinem Sohn ein großes Plakat in die Luft hält. „Wir protestieren gegen Kohle und Atomkraft“, sagt er, auf das Plakat deutend. „Das ist unsere Motivation. Klimaschutz muss schneller gehen.“

Zwei junge Frauen haben sich ebenfalls entschlossen, an dem Streik teilzunehmen. „Ich habe mich spontan entschieden mitzulaufen und stehe voll dahinter“, meint eine. Man höre täglich Nachrichten von Klimakatastrophen, deshalb wollten sie mehr Aufmerksamkeit darauf lenken. „Die Zukunft ist wichtig. Was jetzt im globalen Süden passiert, könnte uns auch treffen.“

Pessismus bei manchen Teilnehmern

Ein werdender Vater blickt pessimistisch in die Zukunft. „Wir sind es unseren Kindern schuldig, das Beste aus der Situation zu machen. Aber nichts passiert, obwohl alle wissen , was auf uns zukommt. Warum soll sich das jetzt ändern, frage ich mich. Trotzdem versuche ich, etwas dagegen zu tun.“