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Goldschmuck und Wagen im Grab der Keltenfürstin

In einem Labor in Ludwigsburg wird derzeit das prunkvolle Grab einer Keltenfürstin untersucht. Die Frau gehörte vor 2500 Jahren zur keltischen Oberschicht.

2500 Jahre alte Bernsteinfibel aus dem Grab der Fürstin. Foto: Holm Wolschendorf
2500 Jahre alte Bernsteinfibel aus dem Grab der Fürstin. Foto: Holm Wolschendorf

Ludwigsburg. Das Grab war im Oktober 2020 in einem 80-Tonnen-Block komplett im Raum Sigmaringen geborgen und dann nach Ludwigsburg transportiert worden. Derzeit wird es in einem Labor des Landesdenkmalamts in Grünbühl untersucht. Am Mittwoch sind bei einem Pressegespräch die ersten, spektakulären Funde präsentiert worden. Dazu gehören Schmuck aus Gold und Bernstein, aber auch die Überreste eines keltischen Wagens. Auch das Holz der Grabkammer, das Skelett eines Schweines und keltische Keramik sind im Boden erhalten geblieben.

2010 war schon einmal das Grab einer Keltenfürstin nach Ludwigsburg transportiert und hier untersucht worden. Die Landesarchäologie steht damit an der Spitze der europäischen Keltenforschung. Aus den Funden lassen sich jede Menge Rückschlüsse auf das Leben dieser ersten Hochkultur ziehen. Interessant ist dabei auch die hohe gesellschaftliche Stellung, die Frauen in der frühkeltischen Phase hatten. (wa)