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Verkehr

Großer Kreisel für die Comburgstraße

Straße ist seit gestern komplett gesperrt – Bauausschuss stimmt den Planungen für den zweiten Abschnitt zu – Straße erhält eine neue Baumreihe

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Die Baustelle hat inzwischen die Walter-Flex-Straße erreicht (Bildmitte, Blick in Richtung Hartenecker Höhe). Oben rechts: Die Zufahrt Comburgstraße ist gesperrt. Später entsteht hier auf der Kreuzung der neue Kreisverkehr. Eindrücke der neuen Comburgstraße mit Radspur, Parkplätzen und grünen Inseln vermitteln die Bilder links und unten rechts. Fotos: Holm Wolschendorf
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Die Baustelle hat inzwischen die Walter-Flex-Straße erreicht (Bildmitte, Blick in Richtung Hartenecker Höhe). Oben rechts: Die Zufahrt Comburgstraße ist gesperrt. Später entsteht hier auf der Kreuzung der neue Kreisverkehr. Eindrücke der neuen Comburgstraße mit Radspur, Parkplätzen und grünen Inseln vermitteln die Bilder links und unten rechts. Fotos: Holm Wolschendorf
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Die Baustelle hat inzwischen die Walter-Flex-Straße erreicht (Bildmitte, Blick in Richtung Hartenecker Höhe). Oben rechts: Die Zufahrt Comburgstraße ist gesperrt. Später entsteht hier auf der Kreuzung der neue Kreisverkehr. Eindrücke der neuen Comburgstraße mit Radspur, Parkplätzen und grünen Inseln vermitteln die Bilder links und unten rechts. Fotos: Holm Wolschendorf
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Ludwigsburg. Die Comburgstraße gilt als eine wichtige Achse des Grünen Rings von Ludwigsburg. Seit Februar wird die Straße saniert. Eine frisch asphaltierte Fahrbahn, seitliche Parkplätze, Blumenbeete, Bäume am Rand, eine Radspur – wie die Comburgstraße einmal aussehen wird, kann bereits im ersten Bauabschnitt besichtigt werden. Auch die weitere Planung wird insgesamt gutgeheißen. „Das ist alles sinnvoll und richtig“, sagte SPD-Stadtrat Dieter Juranek bei der Beratung im Bauausschuss – nachdem die Freien Wähler und die CDU vergangene Woche im Streit um die Marbacher Straße den Ratssaal verlassen hatten (wir berichteten).

Inzwischen ist die Baustelle bis zur Schorndorfer Straße vorgerückt. Seit gestern ist die Zufahrt nicht nur für die Hartenecker Höhe, sondern auch für die Walter-Flex-Straße komplett gesperrt. Es gibt Umleitungen, die Hartenecker Höhe ist mit dem Auto nur über die Elfriede-Kranz-Straße erreichbar. Die Walter-Flex-Straße und die Beethovenstraße werden jeweils bis zur Baustelle (Kreuzung Comburgstraße) als Sackgasse ausgewiesen. Eine Zufahrt aus der Schorndorfer Straße in die Comburgstraße ist weiterhin nicht möglich, teilt die Stadt mit. Auch die Bushaltestellen in der Walter-Flex-Straße werden zur Friesenstraße beziehungsweise zur Neckarweihinger Straße verlegt.

Die Regelung gilt vorerst für sechs Wochen, die gesamte Baumaßnahme nimmt die Zeit bis Ende des Jahres in Anspruch. Eine lange Bauphase, die auch den Kreisel mit einschließt.

Mit der Neugestaltung der Comburgstraße soll der Kreisverkehr am Ortseingang von Oßweil angegangen werden, wie Achim Leban vom Fachbereich Tiefbau und Grünflächen im Bauausschuss berichtete. Der Kreisverkehr wird mit einem Durchmesser von 34 Metern der größte in der Stadt – in Grünbühl gibt es einen mit 32 Metern, der Kreisel am Salonwald, der aus Kostengründen geschoben wurde, wäre bei 33 Metern gelandet.

Eine weitere Besonderheit: Beim Ausbau erhält die Straße auf beiden Seiten einen Radschutzstreifen. Weil die Radfahrer bereits auf der Fahrbahn sind, sollen sie im Kreisverkehr ebenfalls auf der Fahrspur fahren. In Grünbühl wurde um den Kreisel ein eigener Radweg gebaut. Laut Leban kann dies auch geändert werden, sollte der Verkehr zunehmen oder sich der Kreisel durch den Bau einer Trasse für BRT-Schnellbusse oder eine Stadtbahn verändern. „Der Gehweg ist so breit, dass da später auch was für Radfahrer gemacht werden kann“, sagte er. Weniger begeistert zeigten sich Stadträte über die Aussagen zu den alten und groß gewachsenen Bäumen, die die Straße bisher prägen. Zwar bleiben die Bäume auf der Grünfläche zum Gemeindezentrum St. Paulus unangetastet, allerdings können die Straßenbauer nicht zusichern, dass nicht einzelne „Bestandsbäume“, wie sie von der Verwaltung genannt werden, gefällt werden müssen. Sie stünden zu nah am Fahrbahnrand. Laut Leban werden jedoch auf der östlichen Seite, wo es bisher keine Bäume gibt, neue gepflanzt.

Im Plan ist eine Baumreihe mit 13 Bäumen eingezeichnet. Einen neuen großen Baum wünscht sich Grünen-Stadtrat Markus Gericke in Fortsetzung der Reihe auch bei der Friesenstraße. Elga Burkhardt, Lubu-Stadträtin und BUND-Ortsvorsitzende, versprach, dass der Bund für Umwelt- und Naturschutz einen spendet. Und zwar eine Platane.

Der Kreisel wirft auch verkehrspolitische Fragen auf. Denn einer der Äste des Kreisverkehrs bleibt ein Stummel – er zeigt dorthin, wo die Trasse der Waiblinger Straße verläuft. Der Abschnitt wird „Waiblinger Straße Nord“ bezeichnet, Grüne und SPD weisen darauf hin, dass damit nichts vorgegeben ist. Laut Verwaltung wird über Lage und Querschnitt der Waiblinger Straße erst im Bebauungsplanverfahren zum Baugebiet Fuchshof entschieden. Es gehe darum, wie das Baugebiet angeschlossen wird, so Juranek (SPD). Bislang ist politisch noch nicht entschieden, wie dicht das künftige Wohngebiet entlang der Fuchshofstraße besiedelt wird. Es laufen Grundstücksverhandlungen seitens der Stadt, einige der Flächen fehlen noch.

Der vergangene Woche gerade noch beschlussfähige Bauausschuss sprach sich einstimmig für den weiteren Ausbau einschließlich Kreisverkehr aus – mit einem Kostenvolumen von 930 000 Euro. Der erste Abschnitt war mit 2,3 Millionen Euro angesetzt.