Logo

Grundschulen bereiten sich auf Maskenpflicht vor

350_0900_31365_Maskenpflicht.jpg

Ludwigsburg. Eine offizielle Verordnung wird von der Landesregierung noch vorbereitet, klar ist aber, dass es kommende Woche losgeht: Ab Montag gilt in Baden-Württemberg auch an den Grundschulen eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler. Getragen werden müssen medizinische Masken, dies gilt dann auch für Schüler und Lehrer an weiterführenden Schulen. Dazu gehören FFP2-Masken (oder gleichwertige Standards wie N95 oder KN95) oder OP-Masken. Wie berichtet, hatten sich Stadtverwaltung, Schulleiter und Gesamtelternbeirat angesichts der Rückkehr aller Grundschüler bereits Freitag vor einer Woche für Schülermasken ausgesprochen. Gestern stand die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Ludwigsburg auf 87,6.

„Wir bewerten die neue Regel sehr positiv“, sagt der Geschäftsführende Schulleiter aller Grundschulen, Bernhard Bleil, gleichzeitig Rektor der Eglosheimer Eberhard-Ludwig-Schule, und spricht von „großer Einigkeit“ von Schulen und Eltern. Gemeinsam habe man sich darauf geeinigt, dass die OP-Masken für Grundschüler besser geeignet sind als FFP2-Masken. Diese gibt es zwar auch in Kindergröße, sie sind aber rar und deutlich teurer.

Bleil lobt die Stadt ausdrücklich, die sich jenseits offizieller Verlautbarungen auf die Maskenpflicht und die Schnelltests vorbereitet hat. Für jede Grundschule gebe es OP-Masken, die notfalls an Schüler verteilt werden könnten. Wie der städtische Pressesprecher Peter Spear bestätigt, hat die Verwaltung jeder der 15 Grundschulen in Ludwigsburg 150 OP-Masken zur Verfügung gestellt.

Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass die Schüler analog zu den weiterführenden Schulen mit eigenen medizinischen Masken kommen. Die Verordnung ist aber noch in Vorbereitung – ob Kosten vom Land aufgefangen werden, ist noch völlig ungeklärt. Das Staatliche Schulamt, zuständig für den ordnungsgemäßen Betrieb der Schulen, will laut dessen Leiterin Anita Kermisch zunächst die offizielle Verordnung abwarten.

Vorreiter ist die Stadt auch bei den Schnelltests an Schulen. Mit allen Grundschülern, den fünften und sechsten Klassen (die am Montag im Wechselunterricht zurückkehren) sowie den Abschlussklassen sind laut Bleil in Ludwigsburg rund 5000 Schüler betroffen. Bis zu den Osterferien werden Kinder von mobilen Teams einmal die Woche getestet, danach sollen es zwei Tests pro Woche sein.

Laut Bernhard Bleil hat schon mindestens die Hälfte der Eltern aktuell ihre Einwilligung erteilt, bei manchen Grundschulen sind es 80 Prozent. Er rechnet damit, dass sich angesichts der Mutationen die Zustimmung noch erhöhen wird. „In der dritten Welle sind mehr Kinder von Symptomen betroffen.“

Autor: