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Schulbaustellen

Handwerker in den Ferien fleißig

Zweiter Bauabschnitt des Goethe-Gymnasiums in den letzten Zügen – Anbau der Eichendorffschule wohl bis April 2020 fertig

Altes in neuem Glanz: Das Treppengeländer im Goethe-Gymnasium wurde aufgemöbelt (Bild links). Der Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudewirtschaft Mathias Weißer, Projektleiter Horst Fischer, Erster Bürgermeister Konrad Seigfried und die Leiterin des
Altes in neuem Glanz: Das Treppengeländer im Goethe-Gymnasium wurde aufgemöbelt (Bild links). Der Fachbereichsleiter Hochbau und Gebäudewirtschaft Mathias Weißer, Projektleiter Horst Fischer, Erster Bürgermeister Konrad Seigfried und die Leiterin des Fachbereichs Bildung und Familie Renate Schmetz bestaunen die neuen Klassenräume (von links, Bild rechts oben). In der Eichendorffschule in Grünbühl-Sonnenberg ist bis zur Inbetriebnahme eines Anbaus noch einiges zu tun (Bild rechts unten). Foto: Holm Wolschendorf
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Ludwigsburg. Es riecht nach Farbe und frischem Holz im Anbau des Goethe-Gymnasiums an der Alleenstraße. Die Klassenräume erstrahlen in neuem Glanz, nur die Technik und Möbel fehlen noch. Nächste Woche sollen die Tische, Stühle und Regale angeliefert werden, so Horst Fischer, Projektleiter der Stadtverwaltung für die Sanierung des Goethe-Gymnasiums, bei einem Baustellenrundgang. Auch die Technik – Beamer, interaktive Tafel, Laptop und Dokumentenkamera für jeden Raum – fehlt noch. Doch der Projektleiter ist zuversichtlich, dass die Bauarbeiten bis zum Schuljahresbeginn im September abgeschlossen sind.

Die Räume im Erdgeschoss sind in Zukunft barrierefrei erreichbar. An den Eingängen werden Rampen angebracht. Außerdem waren die Sprossen an den Treppen nach aktuellen Regelungen zu weit voneinander entfernt. Deshalb montierten die Handwerker Holzbretter an jede zweite Sprosse. Weil ein Treppengeländer heute höher sein muss als noch in den 50er Jahren, wurde ein zweiter Handlauf auf den ersten gebaut. „Wir haben versucht, so viel Altes wie möglich zu erhalten“, so Fischer. Denn in alten Gebäude finde man oft Dinge vor, die man sich in solcher Qualität gar nicht mehr leisten könnte.

Die Flure im neuen Gebäude sind durch Brandschutztüren unterteilt. Die Brandschutzbestimmungen, die immer wieder erneuert werden, sagen es so. „Wenn man bedenkt, wie oft es Änderungen in den Anforderungen gibt, müsste die Förderung des Landes in einem deutlich besseren Verhältnis dazu stehen“, so Konrad Seigfried, der Erste Bürgermeister Ludwigsburgs. 23,3 Millionen Euro kostet die Sanierungsmaßnahme im gesamten Gebäudekomplex des Goethe-Gymnasiums. Mit 2,9 Millionen Euro wird das Projekt vom Land gefördert.

Auch die Fassade wurde saniert. Im Gebäude in der Seestraße mussten die Wände nicht gedämmt werden. Denn diese waren mit etwa 50 Zentimeter bereits ausreichend dick. Am Gebäude in der Alleenstraße jedoch fand das Projektteam ein dünnes Gerüst von Pfeilern vor, das nicht mehr dem neuesten Stand entsprach. Deshalb wurde die gesamte Fassade eine Ebene nach draußen gelegt und noch eine Dämmschicht eingebaut.

Die Räume im Gebäudeteil, das derzeit saniert wird, werden anschließend nicht nur vom Goethe-Gymnasium genutzt. „Hier können die Räume an den Bedarf der Gymnasien des Innenstadtcampus angepasst werden“, so Seigfried. Im kommenden Schuljahr sollen neun Klassenzimmer vom Schiller-Gymnasium und fünf vom Mörike-Gymnasium genutzt werden. Das Goethe-Gymnasium wird den Musiksaal beziehen.

Der dritte Bauabschnitt im Goethe-Areal wird die Sporthalle sein. „Wir bauen schon lange im Bildungsbereich und haben noch immer nicht den aktuellen Stand erreicht“, sagte Seigfried.

Um den immer höheren Schülerzahlen gerecht zu werden, bekommt die Eichendorffschule in Grünbühl-Sonnenberg einen Anbau. Dieser schließt sich an die Längsseite des bestehenden Gebäudes an. Die Grundschule wird durch den Neubau ab voraussichtlich April 2020 zwei neue Klassenräume und eine Mensa plus Küche haben. Dort können dann im Zweischichtbetrieb täglich 250 Essen ausgegeben werden. Gestern haben die Estrichleger mit ihrer Arbeit begonnen, auch das Technikteam hat bereits losgelegt.

Die Mensa kann mit einem Klassenzimmer zu einem größeren Raum verbunden werden und wird technisch so ausgestattet, dass sie auch für Veranstaltungen und Schulfeste genutzt werden kann. „Das Gebäude wurde statisch so geplant, dass bei Bedarf noch zwei Stöcke draufgebaut werden könnten“, so der Projektleiter Markus Joas. Die Kosten betragen etwa 3,3 Millionen Euro.

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