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Neue Mitte

Jetzt geht’s endlich los

Oberbürgermeister Dirk Schönberger ließ am Samstag die Hülle fallen. Er lüftete das Geheimnis, was am riesigen Gerüst an der Landesstraße zu sehen ist: die Bautafel für Remsecks Neue Mitte. „Es ist das öffentliche Startsignal für ein Zentrum aller Remsecker“, betonte Schönberger. Es sei das erste Mal, dass die Stadt überhaupt einen gemeinsamen Mittelpunkt bekomme. Genau genommen habe es nämlich eine „alte Mitte“ niemals gegeben. Damit werde nach außen klar gezeigt: Remseck ist trotz seiner verstreuten Stadtteile eine Einheit.

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Ludwigsburg. „Verbinden, Erleben, Begegnen“, ist das Megaplakat auf den schweren Betonsockeln überschrieben. Gezeigt wird eine Visualisierung, wie die Neue Mitte an der Remsmündung in den Neckar einmal aussehen soll. Genannt werden die Stadt als Bauherr, Bund und Land als Zuschussgeber sowie die Ludwigsburger Architekturbüro Hein, Hüttel, Lindenberger (HHL) als Planer und Bauleiter. Später soll dasTransparent, das mit acht auf fünf Metern Dimensionen einer Kinoleinwand hat, durch die Fachingenieure sowie weitere „Sponsoren“ ergänzt werden.

Wo jetzt noch das alte Remsecker Rathaus steht, soll ein Ort mit vielen Funktionen entstehen, sagte OB Schönberger. Eine gemeinsame Stadthalle mit aufgesetzter Mediathek, eine Tiefgarage, ein neuer Verwaltungssitz sowie ein großer Platz für alle sollen die Teilorte zu einem Ganzen vereinen. Bereits früh habe festgestanden, dass genau hier der Mittelpunkt der Reformgemeinde sein sollte. Schon 1995 habe sein Vorvorgänger im Amt, Peter Kuhn, ein Ausschreibungsverfahren für ein neues Rathaus an dieser Stelle durchgeführt. Fünf Jahre später sei ein Bürgerbeteiligungsverfahren, 2013 ein Ideenwettbewerb eingeleitet worden.

Im Oktober 2015 sorgte eine Entscheidung für Schlagzeilen: Den Frankfurter Architekten wurde gekündigt, weil die Kosten explodiert waren. Das gab dem daraufhin neuverpflichteten Planungsbüro die Chance, noch einmal grundsätzlich über die Anordnung der Gebäude nachzudenken, ließ Schönberger die lange Vorgeschichte noch einmal Revue passieren. Der Entwurf sei „genial“, so der OB. Tiefgarage, Stadthalle und das Rathaus sowie der Kubus mit Mediathek seien in einem Gebäude untergebracht. Das sei auch Lärmschutz für den 3000 Quadratmeter großen Marktplatz, der an den beiden Flußufern zu finden sein wird. Die Lage am Wasser soll betont werden. Die Remstalgartenschau 2019 biete dazu Gelegenheit. „Wasser ist attraktiv. Wir wollen die Flüsse zu den Menschen bringen“, verspricht sich der OB Anziehungskraft über die Stadt hinaus.