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Kolumne: Gehört, Gesehen

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Ich war die Tage an der Schnee-Bar. Heiße Getränke, was zu Knabbern, Schnee unter den Stiefeln, Kälte im Gesicht und ein paar Kerzen in Windlichtern. Schön war‘s. Vom Himmel fielen dicke Flocken, und die Gäste waren auch ganz lustig. Okeee, ich gebe es zu: Ich stand nicht an der Schnee-Bar, ich stand sozusagen hinter der Schnee-Bar. Und zwar vor der eigenen Haustür. Die Gäste (natürlich mit Corona-Abstand!!) waren alle U-12, kamen durchgefroren vom Schlittenhang und klingelten: „Kannst du Punsch machen?“ Ja, konnte ich! So kam ich also zur Schnee-Bar. Und wäre im Punsch noch Alkohol gewesen, wäre ich nach der dritten Tasse gefühlt wohl irgendwo in den Bergen gewesen - und nicht nur in den Weinbergen.

Vor wenigen Tagen trug er noch T-Shirt und kurze Hose und konnte die Pyramiden sehen, jetzt ist Axel Kromer zurück von der Handball-WM in Ägypten. Der gebürtige Ludwigsburger und Sohn von Ex-Stadtrat Roland Kromer ist Sportvorstand beim Deutschen Handballbund. Sein sportliches Interesse dreht sich aber nicht nur um Handball, wie er mir erzählt: „Ich habe auch viel Leichtathletik gemacht, Fußball gespielt und fahre Ski und Snowboard.“ Damit hat‘s dieses Jahr leider nicht geklappt: „Wir waren letztes Jahr mit der Familie über Silvester in einer Ferienwohnung in Österreich, die hatten wir gleich für 2020 wieder gebucht, aber daraus ist ja wegen Corona nichts geworden.“

Eigentlich fährt er gerne Ski, erzählt mit Thomas Palus, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Ludwigsburg, aber mit den Kindern auf einem Schlitten herumzutollen mache natürlich ebenso viel Spaß. „Zum Glück haben wir mit dem Juxkopf in Spiegelberg einen tollen Ski- und Rodelplatz hier in unserer Region.“ Das sei eigentlich sein Hausberg zum Schlitteln. „In diesem Jahr sind wir aber nicht hin.“ Zu viele Menschen. Stattdessen gab‘s Spaziergänge in frostiger Luft und Schneemänner im Garten.

Auch Oberbürgermeister Matthias Knecht ist in dieser Wintersaison zum Schlittenfahrer geworden , „hier bei uns die Straße runter“. Ansonsten fährt er aber gerne Ski. „Ich bin eher der blaue-Pisten-Fahrer“, verrät er mir. Und eine Halbtageskarte sei für ihn völlig ausreichend, „weil ich mich gerne auch am Rande der Piste aufhalten.“ Ich bin mir sicher, er hätte bei mir an der Schnee-Bar auch einen Punsch getrunken.

Viel Zeit an der frischen Luft verbringt derzeit Otto Rossbacher. Der ehemalige Rockfabrik-Macher ist nämlich auf den Hund gekommen. „Ich habe mir im Oktober einen Hund zulegt, sonst kommt man ja gar nicht mehr vor die Tür.“ Er hat nun also einen triftigen Hund! Der vierbeinige Mischling ist fünf und hört noch nicht allzu gut auf den Namen Django - nach dem Film Django Unchained. „Laut Pass heißt er Torben, aber so kann man doch keinen Hund nennen!“

Rossbachers Rofa-Kollege Christian Albrecht übrigens möchte in Stuttgart Nachtmanager werden. Wer wenn nicht er? Ich drücke die Daumen!

Und jetzt habe ich noch einen TV-Tipp für Sie: Schauen Sie mal in der Mediathek des SWR nach „Mensch Heimat“. Da gibt es jetzt eine Folge „Wir aus Ludwigsburg“. Die Protagonisten sind die Britin mit deutschen Wurzeln Diana Kölz (sie durfte sogar mit dem Auto durchs Blüba fahren), Filmakademie-Studentin und Marktfrau Katja Nguyeh Thanh sowie der Wirt der Krone in Alt-Hoheneck Pascal Fetzer. Sie alle verbindet die Liebe zu dieser Stadt, und eigentlich wollten sich alle schon längst mal in der Krone um einen Tisch herum treffen, wie das hier eigentlich so üblich ist. „Das holen wir nach, wenn es wieder möglich ist“, erzählt mir Fetzer. Und vielleicht singt er dann auch, so wie im Film im Kronen-Keller.

Haben Sie was gehört oder gesehen? Dann sagen Sie‘s mir! E-Mail: Julia.Essich-Foell@lkz.de, Telefon (07141) 130-281.