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Kulinarika: Gaumenfreuden und Genussmomente

Den Bummel über die LKZ-Genussmesse Kulinarika hat Oberbürgermeister Matthias Knecht direkt zum Einkaufen genutzt. Er erstand zwei Flaschen Olivenöl und eine Gewürzmischung. So wie er konnten viele Messebesucher am Wochenende den vielen kulinarischen Verführungen nicht widerstehen.

Genuss in all seinen Facetten steht bei der LKZ-Messe Kulinarika im Vordergrund.Fotos: Benjamin Stollenberg
Genuss in all seinen Facetten steht bei der LKZ-Messe Kulinarika im Vordergrund. Foto: Benjamin Stollenberg
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„Die meisten Menschen laufen so sehr dem Genuss nach, dass sie an ihm vorbei laufen“, zitierte Gastgeber Christian Maron, der Verlagsleiter von Ungeheuer und Ulmer, bei der Eröffnung den dänischen Philosophen Søren Kierkegaard. Das sollte den Besuchern der Kulinarika nicht passieren.

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Der erste Genussmoment erwartete sie schon im Aufzug, der sie in den zweiten Stock transportierte: Hier war eine kleine Bar aufgebaut worden. Die Messe erlebte bereits ihre dritte Auflage, fand aber erstmals auf dem Getrag-Arel in großen hellen Räumen mit schönem Blick auf Ludwigsburg statt. Ein Locationswechsel habe sich bereits bei anderen Messen bewährt, so Maron, der sich über die große Vielfalt des Angebots freute. Es herrsche ein Mix aus bewährten und neuen Ausstellern. Als Premiumpartner mit an Bord, war erneut die AOK. Den Begrüßungssecco schenkten die Mitarbeiter der Felsengärtnerei Besigheim ein.

„Ich bin hier optimal aufgehoben“, erzählte OB Matthias Knecht. Kochen und Backen zähle zu seinen Leidenschaften. Er wies auf die Bedeutung einer gesunden, wohlschmeckenden Ernährung, möglichst mit Produkten aus der Region, hin. Eine Messe wie diese mit 45 Ständen sei für ihn auch ein Beitrag zur Wirtschaftsförderung. Interessiert schaute er sich gemeinsam mit Christian Maron das Angebot an den einzelnen Ständen an, nahm hier und da einen Probierhappen und informierte sich vor allem über neue Trends. Am Stand von Cocco Bello erfuhr Knecht, dass der bekannte Coccoburger auch in der fleischlosen Variante ein echter Genuss ist. Auch die Speisen der Veggie-Station machten deutlich, dass vegetarische Speisen nicht nur angesagt, sondern auch delikat sind.

Ob pikante Chutneys oder süße Fruchtaufstriche, dekorative Cupcakes und deftige Bagels, Spezialitäten aus Asien oder aus dem Mittelmeeraum – das Angebot ließ keine Wünsche offen. Vor allem kleine Manufakturen präsentierten ihr Angebot. Sergio Muto von La Fattoria aus Stuttgart pries „das beste Pesto der Welt“ an, schließlich hat er mit dieser köstlichen Soße im Jahr 2012 die Weltmeisterschaft in Genua gewonnen.

Verführerisch duftete es am Stand von Francesco Moro nach Knoblauch, Kräutern und frischen Tomaten. Ehrensache, dass er nur selbst gemachte Pasta zubereitete. Zusammen mit einem Glas Weiß- oder Rotwein war das für viele Besucher der Gipfel des Genusses. Im Zeichen von Bella Italia stand auch das Angebot am Stand von Cristian Capobianco aus Korntal-Münchingen. Edle Grappas und Liköre, handgefertigte Cantucci aus der Toskana und Kaffeespezialitäten zogen die Besucher hier in den Bann.

Doch auch die Fans fernöstlicher Spezialitäten wurden fündig. „Ich bin vor allem wegen ihr hier“, sagte ein Messebesucher, der zielstrebig auf den Stand von Konkrua zusteuerte. Hier verkaufte Pornpim Ampikitpanich, genannt Pimmy, Kochboxen mit den Zutaten thailändischer Gerichte – für Pad Thai ebenso wie für Rotes Curry.

Wie Schwarzwälder-Kirsch-Torte – nur flüssig – schmeckt der Secc au chocolat, den die Wein- und Sektkellerei Jakob Gerhardt mitgebracht hatte. Nach Löwenzahn, Wald und Weißtanne duften und schmecken die süßen Produkte der Honigschlotzerei.

Dicht umringt war Mario Angelucci, Inhaber des gleichnamigen Ölhäusles, der an seinem Stand eine Verkostung anbot. „Olivenöl ist nicht nur für Salat“ lautet sein Credo. Das bezieht er direkt aus den Abruzzen, östlich von Rom. Zu einer kulinarischen Tour durch Spanien mit iberischem Schinken, Manchego-Käse und Oliven lud der Stand von Sabor Iberica ein. Süßmäuler kamen bei Crêpes und Waffeln, fruchtigen Limonaden und Eisspezialitäten auf ihre Kosten.

Warum in der Ferne schweifen? Das gilt auch für den Gin: Bei dem Satoshi Gin handelt es sich um einen echten Ludwigsburger, der Wirbelsturm Gin stammt aus der Nachbarstadt Bietigheim-Bissingen. Mehr Regionalität geht wohl kaum.

In Vorträgen und bei Präsentationen an den Ständen erfuhren die Besucher Wissenswertes über die Herstellung von Gin, veganes Backen ohne Milch und Eier oder den Stellenwert kaltgepresster Öle. Zahlreiche Tische luden zum Verweilen ein, die Band Farmers Old Cottage sorgte für Gute-Laune-Musik. So wurde der Besuch der Kulinarika zu einem echten Genuss.

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