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Night Groove

Lange Nacht der Livemusik

Zum 14. Mal lockt das Kneipenfestival Musikliebhaber und Partygänger in die Bietigheimer Altstadt

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In den Bietigheimer Kneipen ging’s Samstagnacht rund. Musiker begeisterten ihr Publikum – hier Café y Ritmo in den Marktplatz-Arkaden.Fotos: Alfred Drossel
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Ob beim Tänzchen mit Abu Bakarr im Henry‘s oder beim Rock mit Dast Lane in der Kelter (rechts): Für jeden Geschmack war etwas dabei.
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Ludwigsburg. Zum 14. Mal in Folge fand am Samstag das Kneipenfestival Night Groove in der Bietigheimer Altstadt statt. Von Jahr zu Jahr findet das Festival mehr und mehr Fans. So sind es mittlerweile mehrere Tausend, die in der Night-Groove-Nacht von Kneipe zu Kneipe ziehen, um so viele Bands wie möglich zu hören oder sich nur bei zwei oder drei Musikstilen zu vergnügen.

Die lange Nacht der Livemusik wurde auch diesmal wieder zum Erfolg. Quer durch die Stadt, quer durch die Jahrzehnte und quer durch viele Musikstile reichte das musikalische Angebot. Der Rock’n‘Roll der 1950er Jahre war genauso vertreten wie zeitloser Blues, Folk und Boogie. Glam-Rock der 1970er und Partykracher der 1980er und 1990er Jahre wechselten sich ab mit spanischem Flamenco, Funk und Soul.

Es wurden leise und laute Akzente gesetzt und Musik zum Abfeiern oder nur zum Fingerschnippen präsentiert. In einem Grußwort hat der Schirmherr, Oberbürgermeister Jürgen Kessing, das Festival als ein außergewöhnliches Erlebnis bezeichnet, ein Festival mit Rundgang durch die schönen und vielfältigen Kneipen, Restaurants, Bars und Cafés der Altstadt.

Quer durch die Musikstile

Eingeladen waren nicht nur die Livemusikinteressierten, sondern vielmehr alle Bewohner der Stadt und der Region, die einfach nur mal an einem netten Abend gemeinsam mit Freunden die Stadt in nächtlichem und musikalisch swingendem Ambiente erkunden und die gebotenen Aufführungen genießen wollten.

Die Besucher schlenderten von Kneipe zu Kneipe. Mit den Armbändchen war es kein Problem, in die einzelnen Kneipen zu kommen, es sei denn, ein Lokal war überfüllt. Das wiederum war immer wieder der Fall.

Ein Rundgang: Im „Bese em Städtle“ trumpfte Krämer’s Kit – „You’re IN the Band“ auf. Musik von allen Seiten. Die Musiker spielten in der Mitte des Raums für ihre Zuhörer auf. Im Wintergarten von Bullburger gab es Rock’n’Roll der 50er mit Jerry Ree Lewis. Als Hommage an den wohl wildesten Pianisten aller Zeiten, Jerry Lee Lewis, haben sich Jerry Ree Lewis and the Killers zusammen gefunden.

Im Burghof trat Amarank mit Irish und Celtic Folk auf. Handgemachte Livemusik mit Songs und Instrumentalstücken aus Irland und Schottland. Mehrstimmiger Gesang, Fiddle, Mandoline, Gitarre und Bodhran sorgten für authentischen Sound. Bei Henry’s forderte die Abu Bakarr Spirit Band die Gäste bei Reggae, Highlife und Dancehall zum Tanzen auf. Der Mann mit dem strahlenden Lachen erfreute das Publikum durch seine mitreißende Art und traditionelle afrikanische Musik. In der gut gefüllten Kelter zog Fast Lane seine Show ab. Rock, Soul und Blues aus den vergangenen 40 Jahren und vor allem mit einem kompletten Bläsersatz, der den Sound musikalisch potenzierte. Im Kleinkunstkeller trat die 13-köpfige Band Tiny Tones mit Funk- und Soul-Klassikern auf. In der Lamabar lockte Rabbit Food mit Rock-Klassiker der 70er, 80er und 90er Jahre sein Publikum an. In den Marktplatz-Arkaden gab Café y Ritmo eine Salsaparty für Bauch und Beine. Das tanzbare Repertoire wurde präsentiert von internationalen Profi-Musikern aus der Dominikanischen Republik, Kuba und Puerto Rico. Bei Olivier kam Funcoustic mit Rock und Pop der letzten 40 Jahre zur Geltung. Zwei akustische Gitarren, Percussion und drei Gesang-Stimmen boten reichlich Spaß.

Mehr als 3000 Besucher

Paul & Toni am Marktplatz bot JamSlam mit Bluesrock, Poprock, Rock und Classics. JamSlam ist Livemusik ohne viel Schnörkel, mit jeder Menge Groove und viel Spaß. Im Rossknecht im Schloss bot Sunhill 5 Rhythm’n’Blues, Rock und Soul. Das breite Spektrum zeitloser Coversongs der 50er Jahre bis zu aktuellen Hits mit Schwerpunkt auf die goldene Ära von Blues, Rock und Soul der 60er bis 80er Jahre fand ein begeistertes Publikum.

Veranstalter Andreas Müller wertet die 14. Veranstaltung in Bietigheim-Bissingen als vollen Erfolg. Mehr als 3000 Besucher seien in die Altstadt gekommen, mehr als im Vorjahr. Der später einsetzende Regen habe das Kneipenfestival nicht gestört.