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Lehrer engagieren sich für Tabletprojekt

Robert-Franck-Schule beteiligt sich seit dem Schuljahr 2016/17 – Drei Schulen tauschen sich regelmäßig aus

Die Lehrerinnen Manuela Stegmaier, Anja Seiler, Monika Schaumann, Katharina Hahn und Marlies Drissler (von links).Foto: privat
Die Lehrerinnen Manuela Stegmaier, Anja Seiler, Monika Schaumann, Katharina Hahn und Marlies Drissler (von links). Foto: privat

Die Robert-Franck-Schule war Gastgeberin der dritten Lehrerfortbildung zum Thema „Tableteinsatz an kaufmännischen beruflichen Schulen“. Diese einzigartige Kooperation ist im Dezember 2017 von drei Schulen ins Leben gerufen worden, wie es in einer Mitteilung heißt.

Tabletprojekt für Kaufleute

Zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 startete die Robert-Franck-Schule im Rahmen eines mit dem Einsatz von Tablets in einer Klasse im Berufsbild „Kaufleute für Büromanagement“. Diese Klasse steht jetzt kurz vor ihrer Prüfung. Pädagogisch wird das Tabletprojekt seit dem Start des Schulversuchs an der Robert-Franck-Schule von den vier Lehrerinnen Katharina Hahn, Monika Schaumann, Anja Seiler und Manuela Stegmaier betreut.

Ein Erfahrungsaustausch bei einer der ersten Veranstaltungen des Regierungspräsidiums zum Schulversuch zeigte, dass sich alle Schulen mit den nahezu gleichen Fragen befasst hatten: Wie kann das WLAN-Netz effektiv aufgebaut werden? Welche Geräte sollen angeschafft werden? Wie sollen die Tablets im Unterricht eingesetzt werden? Was kann die jeweilige Schulleitung tun, um die Kollegen zu unterstützen? Aus diesem Grund haben sich drei der insgesamt fünf am Schulversuch teilnehmenden Berufsschulen im Ausbildungsberuf „Kaufleute für Büromanagement“ vernetzt und führen seit Dezember 2017 gemeinsame Lehrerfortbildungen durch. Eine Vernetzung mehrerer Schulen für alle Kollegen und auch für die Schulen sei auf dem Weg der Digitalisierung gewinnbringend, heißt es weiter.

Gastgeber der ersten beiden Veranstaltungen waren die Kaufmännische Schule in Aalen und das Kaufmännische Schulzentrum in Böblingen unter der Leitung von Marlies Drissler aus Weinheim, die auch für die Fortbildung an der Robert-Franck-Schule als Leiterin gewonnen werden konnte.

Pädagogische Konzepte

Ein Ziel der Veranstaltungen war es, für die Schulen pädagogische Konzepte für die Arbeit mit Tablets im Unterricht zu entwickeln, die als Basis für die weitere Arbeit dienen sollen. Dieser Prozess ist nahezu abgeschlossen. Bei dem Treffen in Ludwigsburg stellten alle drei beteiligten Schulen ihr Konzept vor und starteten mit der Erarbeitung einer Evaluation des Projektes. Da sich die Fortbildung aus Sicht der drei Schulen als Erfolg dargestellt hat, haben sie beschlossen, die Kooperation aufrecht zu erhalten. So stehen weitere Themen, wie zum Beispiel die Auswertung der Evaluation der am Schulversuch beteiligten Klassen, die digitale Aus- und Fortbildung der Lehrerkollegien, die Vernetzung mit den Ausbildungsbetrieben und die Übertragung der pädagogischen Konzepte auf alle Schularten der jeweiligen Schule auf dem Programm.

Einzigartige Vernetzung

Dass Schulen sich derart vernetzen, ist im Regierungspräsidium Stuttgart nahezu einzigartig, weshalb das Regierungspräsidium eine Kollegin entsandte, die an der Veranstaltung teilnahm.

Die Kolleginnen bauen darauf, dass ihre Visionen zum Einsatz von Tablets im Unterricht weiterhin vom Landkreis unterstützt werden und der Tableteinsatz über den Schulversuch hinaus an der Robert-Franck-Schule etabliert und ausgebaut wird. Aufgrund der dualen Ausbildung und der damit verbundenen Möglichkeit, die Tablets in den Unternehmen einzusetzen, wäre eine finanzielle Beteiligung der Firmen – wie es der Schulversuch ursprünglich vorgesehen hat – wünschenswert. So käme auch eine stärkere Vernetzung zwischen Schule und Unternehmen zustande. (red)