Wird es nach dem 9. Juni eine neue Partei im Ludwigsburger Gemeinderat geben? Die Alternative für Deutschland (AfD) legt es darauf an. Lange war unklar, ob die Partei überhaupt genug Kandidaten zusammenbekommt, um eine eigene Liste aufzustellen. Das ist offenbar geglückt. Zumindest zwölf Kandidaten hat die Partei in Ludwigsburg aufgestellt.
Mit dieser Kandidatenliste für die Kommunalwahl sei es gelungen, „das ganze Spektrum der Bürgerschaft in Ludwigsburg repräsentativ abzudecken“, schreibt die Partei in einer Mitteilung. Carina Kuhnke aus Poppenweiler führt die Liste als Spitzenkandidatin an.
Alle Kandidaten stünden mitten im Leben und hätten schon eine gewisse Lebensleistung erbracht. Die Vielfalt ihrer Berufe spiegele die Verschiedenartigkeit der Persönlichkeiten wider. Ziel sei es, so die Partei, mit frischem Wind und mindestens in Fraktionsstärke (drei Gemeinderäte) in den neuen Gemeinderat einzuziehen.
Aus Sicherheitsgründen will die Partei keine Fotos ihres Personals veröffentlichen, „da AfD-Kandidaten mehrfach in der Vergangenheit Angriffen ausgesetzt waren“.
Doch was will die Partei inhaltlich in Ludwigsburg erreichen? Wofür steht sie im kommunalen Zusammenhang? Das Programm für die Kommunalwahl sei noch nicht fertig, heißt es in der Pressemitteilung. Auch am Wahlkampfstand, der am Montag in der Ludwigsburger Innenstadt aufgebaut wird, verweist man darauf, dass das Programm noch nicht fertiggestellt sei. Mehr Infos sollen demnächst auf der AfD-Homepage veröffentlicht werden.
