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Ludwigsburg kämpft gegen dicke Luft mit Filterwürfeln

Hotspot Neckartor in Stuttgart: Dort holen 17 Filterwürfel von Mann + Hummel bis zu 80 Prozent des Feinstaubs aus der Luft.Foto: Mann+Hummel
Hotspot Neckartor in Stuttgart: Dort holen 17 Filterwürfel von Mann + Hummel bis zu 80 Prozent des Feinstaubs aus der Luft. Foto: Mann+Hummel

Ludwigsburg/Stuttgart. Nach Stuttgart steigt nun auch Ludwigsburg ein: Im Bereich der Messstelle an der Friedrichstraße stellt der Filterhersteller Mann.+.Hummel im Verbund mit der Stadt und dem Landesverkehrsministerium 23 Filtersäulen auf. Damit hofft die Stadt, von dem derzeitigen Stickstoffdioxidwert von 51 Mikrogramm pro Kubikmeter unter den Grenzwert von 40 μg/m3 zu kommen. „Dies ist ein entscheidender Beitrag zur sauberen Luft“, sagte Ludwigsburgs Oberbürgermeister Werner Spec gestern bei der Vorstellung der Säulen. Mit den Kombinationsfiltern sei es erstmals möglich, sowohl Feinstaubpartikel wie auch Stickstoffdioxid zu absorbieren. Laut Mann.+.Hummel-Geschäftsführer Werner Lieberherr liegt die Effizienz bei zehn bis 30 Prozent. Pro Säule werden 20.000 Euro fällig, bei 23 sind dies 460.000 Euro. Hinzu kommen Wartung und Filtertausch. Die Summe wird hälftig getragen von Land und Mann.+.Hummel, die Stadt stellt laut Christoph Erdmenger vom Verkehrsministerium eine Summe in ähnlicher Höhe für die Infrastruktur bereit. Dass die stationären Feinstaubfilter die Luft effektiv reinigen können, hat das Pilotprojekt am Stuttgarter Neckartor bewiesen. Seit November 2018 stehen zu beiden Seiten der Kreuzung 17 Säulen, die bis zu 40 Prozent der verkehrsbedingten Feinstaubemissionen herausfiltern. Bis zum Sommer erhalten sie neue Kombifilter, die wie in Ludwigsburg auch Stickstoffdioxid eliminieren. Zudem werden sechs weitere Säulen aufgestellt. (ja/dre)