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Ludwigsburger Buchhandlung Aigner wird Mekka für Energiesparfüchse

In die ehemalige Hofbuchhandlung Aigner am Arsenalplatz zieht wieder Leben ein. Die Stadtwerke Ludwigsburg und die Kreissparkasse eröffnen dort gemeinsam einen Laden, in dem es nichts zu kaufen gibt. Die Beratung im „Zukunftsraum“ zu nachhaltigem Denken und Handeln ist kostenlos.

Landrat Dietmar Allgaier, Oberbürgermeister Matthias Knecht, KSK-Vorstandsvorsitzender Heinz-Werner Schulte und Stadtwerke-Chef Christian Schneider. Foto: Andreas Becker
Landrat Dietmar Allgaier, Oberbürgermeister Matthias Knecht, KSK-Vorstandsvorsitzender Heinz-Werner Schulte und Stadtwerke-Chef Christian Schneider. Foto: Andreas Becker

Ludwigsburg. Schon vor drei Jahren heckten SWLB-Chef Christian Schneider und der Vorstandsvorsitzende der KSK, Heinz-Werner Schulte, die Idee aus. Der Gedanke: Menschen für grüne Energien gewinnen, technische und finanzielle Möglichkeiten aufzeigen. „Die Kreissparkasse als Finanzdienstleister hat das Geld und kennt die Fördermöglichkeiten, die Stadtwerke steuern das Know-how bei und die Ludwigsburger Energieagentur berät individuell“, erklärt Schulte den Mehrwert für die Besucher. Das alles gibt es gratis und aus einer Hand.

Stadtwerke prognostizieren steigende Kosten für Strom und Wärme

Der Zukunftsraum solle für Aufmerksamkeit und Wandel sorgen, wünscht sich Schulte. Man könne nicht bis 2035 oder gar 2050 warten. „Wir müssen auf die derzeitige Dynamik entschlossen und schnell reagieren.“

Dass die Frage der Energieversorgung aktuell brennender denn je ist, ahnte vor wenigen Wochen noch keiner der Akteure. „Mehr als die Hälfte unseres Verbrauchs an Gas, Öl und Kohle wird aus russischen Lieferungen gedeckt“, so Schneider. Er bereitet die Stadtwerke-Kunden auf massive Preissteigerungen vor. Und das auf Jahre. Selbstversorgung sei deshalb ein wichtiger Baustein. Die langen Lieferzeiten von einem Jahr für Solaranlagen könnten mit Planung und Vorarbeiten effektiv genutzt werden.

Energiewende ist wirtschaftliche Notwendigkeit

„Die Energiewende ist damit endgültig keine ideologische Sache alleine wegen des unbestrittenen Klimawandels mehr, sondern jetzt auch absolute wirtschaftliche Notwendigkeit“, sagte Oberbürgermeister Matthias Knecht. Angesichts der geopolitischen Lage sei Autarkie von allerhöchster Bedeutung.

„Ich freue mich über die Zusammenarbeit“, sagt Landrat Dietmar Allgaier. Das Konzept in der Form sei bundesweit einzigartig, betonte er und dass die Energiewende nur realisierbar sei, wenn jeder Einzelne nach seinen Möglichkeiten mitmache. Hier im Zukunftsraum, der am Samstag, 26. März, um 10 Uhr eröffnet wird, würden wichtige Impulse und Anregungen gegeben.

Zukunftsraum bleibt bis Ende September

Bis Ende September erhalten Bürger Antworten auf ihre Fragen im neu eröffneten Zukunftsraum. Der war früher ein Eldorado für Bücherwürmer, heute ein Mekka für Energiesparfüchse. Im Beratungszentrum nimmt das Projektduo Kreissparkasse und SWLB gemeinsam mit seinen Partnern der Stadt Ludwigsburg und der Ludwigsburger Energieagentur e. V. (LEA) alle Besucher mit in Richtung Energiewende und stellt gleich die passenden Lösungsangebote zur Verfügung. Hier kann jeder spontan vorbeikommen oder die angebotenen Vorträge besuchen, sich beraten oder inspirieren lassen.

Im Anschluss an das Projekt will die KSK das Gebäude vermieten.

Info:

Geöffnet ist der Laden Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie donnerstags zwischen 12 und 19 Uhr. Terminbuchung unter www.zukunftsraum-lb.de

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