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Gehört, gesehen

Mensch Leute! Was macht Turnerin Tabea Alt in der Klinik?

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Ludwigsburg. Ich bin ein Küchen-Typ. Wenn ich entspannen will (oder muss) dann backe ich ganz gerne mal was - sehr zur Freude meiner Familie. Ein gutes Buch ist auch immer ein probates Mittel, um mit dem Kopf wo anders zu sein. In völlig hoffnungslosen Situationen, so könnte man meinen, greife ich zum Backbuch. Weit gefehlt! Wenn‘s ganz dicke kommt, dann backe ich nicht nur Kuchen, dann esse ich den auch!

Viele Menschen gehen in den Garten, um zu entspannen. Nun, mein Garten hat nix von Entspannung, da gibt's viel zu viel zu tun. Luise Pachaly, Leiterin des Ludwigsburger Landwirtschaftsamtes, hingegen arbeitet gerne im Garten, wenn sie mal abschalten will und muss. „Gartenarbeit tut mir gut, da bekomme ich den Kopf frei“, erzählt sie mir. Von einer studierten Landwirtin würde ich denken, dass der Garten in Topform ist. „Oh nein, ich hab es nicht so mit der Rasenkante“, lacht sie. Auch die Staudenbeete dürfen gerne ein bisschen ineinandergreifen, „bei mir ist nicht alles akkurat - Aussamen ist erlaubt, und kleine Pflanzen dürfen erst mal wachsen, bis ich erkenne was es ist“. Was nicht bedeutet, dass sie alles dem Zufall überlässt. „Jetzt zum Beispiel werde ich die Rosen schneiden, wie immer, wenn die Forsythien blühen.“ Und die Ernte wird ebenfalls genossen. Am liebsten als Käsekuchen mit Sauerkirschen oder Apfelkuchen. Das hört sich gut an!

Ich hoffe nicht, dass Sie sich derzeit in ärztlicher Behandlung in der Orthopädischen Klinik Markgröningen aufhalten. Falls doch, ist Ihnen vielleicht diese junge Dame begegnet, und Sie haben sich womöglich gefragt: „Woher kenne ich die nur?“ Ich helfe Ihnen auf die Sprünge - und ja, Sprünge ist ein ziemlich gutes Stichwort: Denn hinter der Maske versteckt sich Weltklasse-Turnerin und Olympiateilnehmerin Tabea Alt! „Ich mache gerade mein Pflegepraktikum fürs Medizinstudium“, erzählt mir die 21-jährige Ludwigsburgerin. Eigentlich studiert sie in Bonn, fürs Praktikum ist sie aber gerne nach Hause gekommen. „Es ist schön, hier zu sein.“ Das Praktikum mache riesig viel Spaß, die Entscheidung fürs Medizinstudium, sie war ganz offenbar richtig!

Die Entscheidung der Woche hat der Ludwigsburger Gemeinderat getroffen. Er hat Renate Schmetz zur neuen Ersten Bürgermeisterin gewählt. Herzlichen Glückwunsch! So richtig feiern ging aber wegen Corona leider nicht. „Ich habe stattdessen eine Digi-Party gemacht“, erzählt mir Renate Schmetz. Eine Freundin sei real vor Ort gewesen, die anderen Gäste per Computer zugeschaltet. Und weil sie die Rheinländerin selbst als „Karnevalsjeck“ bezeichnet, gab‘s noch eine Büttenrede für sie. Ob dabei auch gesungen wurde, weiß ich nicht. Davon abgesehen übernimmt Schmetz das Singen ganz gerne selbst, sie hat sogar eine Gesangsausbildung. Hin und wieder, wenn sie den Kopf frei kriegen muss, dreht sie eine Runde über den Akademiehof. Und manchmal summt sie dabei auch vor sich hin.

In der Coronazeit haben sich ja viele Menschen ein Haustier zugelegt. „Ich habe immer gesagt, wenn vorne ein Kanarienvogel, ein Hamster oder ein Meerschweinchen zum Haus reinkommt, geh ich hinten raus!“, erzählt mir Patricia Schüle, Inhaberin von Spang-Keramik. So ganz ohne Haustiere sei die Familie dann aber doch nicht geblieben. Neben einem Hund gab‘s irgendwann mal sechs Hühner. „Die hat mein Mann angeschafft, weil er meinte, die könnten uns ein bisschen bei der Resteverwertung helfen.“ Zwei weiße, zwei brauen und zwei schwarze waren es. „Die haben XXL-Eier gelegt!“ Den Nachbarn hat‘s gefallen, „die haben gesagt, sie fühlen sich wie im Urlaub auf dem Land, und das mitten in der Stadt.“ Dem Fuchs hat‘s leider auch gefallen. Der hat sich die Hühner schmecken lassen. Tja, dann muss halt doch der Osterhase die Eier bringen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe Ostern! Ich mache eine kurze Pause, wir lesen uns dann in drei Wochen wieder. Bis dahin, machen Sie‘s gut!

Haben Sie was gehört oder gesehen? Dann sagen Sie‘s mir! E-Mail: Julia.Essich-Foell@lkz.de, Telefon (07141) 130-281.

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