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Kelterplatzfest Eglosheim

Mit Kelterplatzfest in Ludwigsburg-Eglosheim beginnt die Hocketse-Saison

Zwei Jahre hat das Eglosheimer Kelterplatzfest wegen Corona nicht stattgefunden. Umso fröhlicher und ausgelassener ist am Wochenende gefeiert worden.

Nach coronabedingter Pause feierten die Menschen beim Kelterplatzfest Eglosheim. Foto: Ramona Theiss
Nach coronabedingter Pause feierten die Menschen beim Kelterplatzfest Eglosheim. Foto: Ramona Theiss

Ludwigsburg-Eglosheim. „1085 Tage ohne Fescht und Schpaß! Ganz verlassa lag er da – dr Eglosheimer Kelterplatz. Aber heut goht’s endlich wieder los. Mir hens vermisst – ob klein, ob groß“: Mit diesen schwäbischen Versen begann ein von Bürgermeisterin Andrea Schwarz präsentiertes Gedicht mit Einsprengseln von Heimatdichter Otto Rösch, mit dem sie am Samstag erstmals das Fest eröffnete.

Gedicht-Premiere kommt gut an

Die Bürgermeisterin setzte mit ihrer Gedicht-Premiere eine schöne Eglosheimer Tradition fort, denn Otto Rösch prägte lange Zeit diese beliebte Hocketse, die eine der Veranstaltungshöhepunkte im Stadtteil sind. Das Publikum ließ sich nach zweijähriger Pandemie-Pause denn auch nicht lange zum fröhlichen Feiern bitten. Bereits am Nachmittag war der Kelterplatz dicht bevölkert.

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„Wie man es überblickt so heut, hoffa mehr uff 15000 Leut. Zum Kelterplatz und Maialuft und zum Schnuppern heut den Freiheitsduft“: Dieser im Gedicht geäußerte Wunsch wurde am Wochenende Wirklichkeit. Zur Maienluft gesellte sich auch Sonnenschein und dass der Freiheitsduft wirkt, zeigte der rege Besuch.

Besucher genießen die Geselligkeit

Endlich wieder hocken, schwätzen und lachen, das hatten die Menschen lange vermisst und so war die Freude groß, die Geselligkeit im Stadtteil zu genießen. Mit Grillwurst, Pommes und Zuckerwatte, mit einer Spielstraße für die Kinder und mit abendlicher Livemusik der Beat Boys. Besinnlichen Momente gab es beim Gottesdienst, für spektakuläre Showdarbietungen sorgten die Sportvereine. Als der Musikverein Eglosheim (MVE) zusammen mit Cheforganisatorin Heidrun Martini, Bürgermeisterin Andrea Schwarz, dem bewährten Festmoderator Matthias Keller und dem MVE-Vorsitzenden Bernhard Kuhn auf den Kelterplatz marschierte, herrschte hier schon reger Betrieb. „Endlich können wir wieder durchstarten“, freute sich Bernhard Kuhn, er erinnerte aber auch an die nicht einfache Vorbereitungszeit. Diese begann, als noch keiner so genau wusste, wie sich die Corona-Lage entwickelt.

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Von schwierigen Rahmenbedingungen sprach auch Matthias Keller. „Was uns weitergeholfen hat, war der große Zusammenhalt der Eglosheimer Vereine“, betonte Keller. Bedenken, ob man auch genug Helfer findet, zerstreuten etwa Mitglieder des SKV-Männersports, die sich spontan bereit erklärt hatten, Tische und Bänke aufzustellen.

Dank an Sponsoren und Spender

Keller dankte auch den Sponsoren und Spendern, die eine Ausrichtung erst ermöglicht hatten. Und während der Musikverein unter der Leitung von Georgi Lambrinov bekannte Showmusik spielte und mit einem Abba-Medley begeisterte, gab es allerorten ein großes Wiedersehen. „Ich schaue nur in fröhliche Gesichter“, sagte die stellvertretende Leiterin des städtischen Fachbereichs Teilhabe, Soziales und Sport, Sandra Sperzel die mit der Stadtteilbeauftragten Jeanette Wern gut gelaunt auf dem Fest unterwegs war.

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