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Firmenjubiläum
Mosqua setzt auf neueste Messtechnik

Das Traditionsunternehmen Brillen-Mosqua in der Myliusstraße wird 75 Jahre alt. Rechts ein modernes 3-D-Messverfahren.Fotos: Markus Stammberger und Gerd Maiß
Das Traditionsunternehmen Brillen-Mosqua in der Myliusstraße wird 75 Jahre alt. Rechts ein modernes 3-D-Messverfahren.Fotos: Markus Stammberger und Gerd Maiß
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Ludwigsburger Brillengeschäft feiert 75-jähriges Bestehen – Soziale Verantwortung ist für Markus Stammberger wichtig

Ludwigsburg. Schon manche Erfolgsgeschichte hat in Ludwigsburg ihren Anfang genommen. Als der Ludwigsburger Optiker Kurt Mosqua 1947 wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sein Fachgeschäft für qualitativ hochwertige Augenoptik in der Myliusstraße in kleinen Räumen eröffnete, war seine Erfolgsgeschichte hin zu einem Traditionsunternehmen noch nicht absehbar. Er übernahm später auch das Friseurgeschäft nebenan und verdoppelte seine Verkaufsfläche.

Von Anbeginn setzt Kurt Mosqua auf Qualität und Service. Bis heute ist dies auch das Erfolgsrezept der Brillenprofis in der Myliusstraße. Dabei wird Beständigkeit großgeschrieben. Seit 75 Jahren befindet sich Brillen-Mosqua mitten in Ludwigsburg am selben Platz, der Myliusstraße 14, in direkter Nähe zum Bahnhof.

Vor knapp 20 Jahren kaufte Markus Stammberger das Unternehmen und führt es seither auf bewährte Weise mit seiner Frau Sandra und seiner rechten Hand Tatjana Gieloff weiter. „Zu unserer Kundschaft zählen viele Prominente aus Wirtschaft, Politik und Sport“, sagt Stammberger. Namen verrät er nicht. Auch während der Coronapandemie ist in neueste Messtechniken investiert worden. „Wir haben alles“, sagt der Mosqua-Chef mit Blick auf einen sogenannten DNEYEScanner. Dieser ermöglicht eine biometrische Augenvermessung, wie Stammberger erklärt. Bei dieser Messung wird ein digitaler Fingerabdruck der Augen eines Kunden oder einer Kundin genommen, um das „bestmögliche Sehen zu ermöglichen“. Völlig berührungslos, exakt und für Gleitsichtgläser wie auch für Einstärken-Brillengläser geeignet. In Sachen Mode ist es fast schon normal, dass die Brillen, die in Ludwigsburg verkauft werden, auf internationalen Messen wie in München, Paris oder Mailand eingekauft werden.

Das aktuelle Projekt ist der Umbau und die Modernisierung des Verkaufs- und der Geschäftsräume im Februar. „Wichtig ist uns, dass der Umbau nachhaltig und ressourcenschonend umgesetzt wird“, betont er. Gerade erst wurde Brillen-Mosqua zum achten Mal in Folge mit der Auszeichnung „Top 100 Optiker“ gewürdigt. Eine Auszeichnung, auf die Stammberger und sein Team stolz sind. Wichtig ist dem Mosqua-Chef auch, dass sich seine sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen – alles ausgebildete augenoptische Fachkräfte, die ständig mit Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen auf den Stand der Entwicklung gebracht werden. „Wertschätzung untereinander in unserem Team und freies Arbeiten ist uns sehr wichtig“, sagt er.

Das Brillen-Traditionsgeschäft ist gut durch die Coronakrise gekommen. Dabei war der Anfang der Pandemie ab März 2020 katastrophal. „Die ersten acht Wochen ging gar nichts mehr“, erinnert sich Stammberger. Dann der Lichtblick, als die Läden im Mai wieder öffnen konnten. „Seit Mai 2020 läuft es bei uns sehr gut“, sagt der Mosqua-Chef. „Die Leute hatten weniger Möglichkeiten, Geld auszugeben, und waren bereit, in hochwertige Brillen und Gläser zu investieren.“ Auch im vergangenen Jahr setzte sich der positive Trend fort. „Wir sind sehr zufrieden, die Geschäfte laufen sehr gut“, sagt Stammberger. „Man muss immer am Ball bleiben, von alleine läuft so ein Unternehmen nicht.“ Und: „Wir haben ein tolles Team im Laden.“ Zudem liegt die Impfquote bei 100 Prozent. Als Geschäft des täglichen Bedarfs gibt es keine Einlasskontrollen in Bezug auf Impfung und Testung, wie Stammberger hervorhebt.

Allerdings ging es nicht allen Optikern in Coronazeiten so gut. „Die Arbeitslosenzahlen in der Augenoptik waren 2021 um 51,3 Prozent höher als noch Anfang 2020“, weiß Stammberger aus den Branchen-Zahlen. Mittlerweile seien die Arbeitslosenzahlen wieder deutlich gesunken.

Bei Brillen-Mosqua achtet man auch auf die soziale Verantwortung als Unternehmen und Unternehmer. Nach einer Anfrage des Vereins sind Markus Stammberger und seine Frau Sandra seit drei Jahren Schirmherr und Schirmherrin des Ludwigsburger „aufwind e.V.“, ein Verein, der sich um schwerstkranke Kinder und extreme Frühchen kümmert und der zur Regionalen Kliniken-Holding gehört. Das Paar setzt dafür sein Netzwerk ein, um so dazu beizutragen, dass das Hilfsangebot von „aufwind“ im Kreis Ludwigsburg sichergestellt wird, es kümmert sich um die Spendenakquise und ist ständig dabei, neue Unterstützer zu finden. Wichtig ist den Stammbergers, dass der Verein immer bekannter wird und so Spenden erhält. Denn 50 Prozent der Kosten für die Betreuung der kranken Kinder müssen mittels Spenden finanziert werden.

Das Mosqua-Team führt seit zehn Jahren eine Brillen-Spendeaktion durch, bei der Jürgen Kessing, Bietigheim-Bissingens Oberbürgermeister, Schirmherr ist. Gesammelt werden die Brillen für Afrika oder Ungarn – für Kinder- und Sozialheime. „Es ist für mich selbstverständlich, denen zu helfen, denen es nicht so gut geht“, sagt Stammberger. „Wir haben 2021 zwischen 8000 und 9000 Brillen gesammelt.“ Insgesamt sind es mittlerweile 85000 Brillen. „So haben wir in Ungarn Leute aus der sozialen Abhängigkeit herausgeholt und ins Berufsleben zurückgeführt.“ Den Transport und die Logistik organisiert das Mosqua-Team.