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Corona

Neuer Impfstützpunkt in der Ludwigsburger Weststadt – Ab Januar im Kreis 20000 Impfungen in der Woche möglich

Im neuen Jahr soll es im Kreis elf feste Impfstützpunkte zusätzlich zu Angeboten in kleineren Kommunen geben – Dazu kommen Impfungen durch niedergelassene Ärzte

In der Halle in der Ludwigsburger Weststadt wird wieder geimpft. Foto: Andreas Becker
In der Halle in der Ludwigsburger Weststadt wird wieder geimpft. Foto: Andreas Becker
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Ludwigsburg. In die Halle in der Ludwigsburger Weststadt ist wieder Leben zurückgekehrt. Nachdem Ende September das Kreisimpfzentrum geschlossen wurde, hat der Landkreis dort nun gestern einen weiteren Impfstützpunkt eröffnet. Die erste Woche ist bereits ausgebucht.

Es geht ein bisschen ruhiger zu im Impfstützpunkt wie zu Zeiten des großen Impfzentrums. Statt rund 2000 Impfungen sind hier jetzt noch 400 am Tag möglich. Außerdem wird nur die halbe Halle genutzt. Denn es gibt keine Impfstraßen mehr, die man durchläuft, sondern Kabinen, in denen gleichzeitig aufgeklärt und geimpft wird. „Wir haben das hier analog zu den Angeboten in anderen Kommunen und von Impfteams aufgebaut“, erklärt Bastian Rittmann von der Task Force Impfen des Landratsamtes. Am Eingang und am Ausgang gibt es jeweils vier Plätze, an denen sich die Impfwilligen registrieren lassen und nach der Impfung auschecken und den QR-Code ausgedruckt bekommen.

Der Großteil der Impfungen sind Booster

„Wir kennen uns hier, der Ablauf ist deshalb sehr professionell“, sagt Dr. Roland Kolepke. Mit ihm zusammen hat der Landkreis das Angebot aufgebaut. Er war auch schon im Impfzentrum der medizinische Leiter. Die meisten Impfungen seien aktuell Drittimpfungen, sogenannte Booster, sagt der Ludwigsburger Arzt. „Das Boostern ist auch sehr wichtig.“ Jedoch gebe es immer den Effekt, dass sich auch mehr Menschen für eine Erstimpfung entscheiden, wenn sich viele boostern lassen, so Kolepke. Er geht davon aus, dass derzeit etwa zehn bis 20 Prozent Erstimpfungen dabei sind.

Ab Januar 2022 sollen im Kreis Ludwigsburg in der Woche 20000Impfungen möglich sein, so Jürgen Vogt, der Erste Landesbeamte. Diese Zahl bezieht sich auf die Impfungen, die vom Landkreis koordiniert werden. Dazu kommen die Impfungen bei den niedergelassenen Ärzten.

Sechs mobile Impfteams für weitere Angebote sind vom Land zugesagt

Für jeweils einen Impfstützpunkt in den Großen Kreisstädten sollen zwei Impfteams zuständig sein. Die sechs mobilen Impfteams, die dem Landkreis ab Januar vom Land zugesagt sind, sind für Angebote in Ditzingen, Vaihingen und Remseck geplant. In Ludwigsburg, Bietigheim, Remseck und Kornwestheim sind es Ärzte oder das DRK, die den Stützpunkt stemmen. Zusätzlich gebe es auch die Möglichkeit, in kleineren Kommunen Stützpunkte einzurichten, wenn zum Beispiel niedergelassene Ärzte auf das Landratsamt zukommen. In Oberriexingen etwa gibt es bereits einen solchen.

In der ersten Woche wird in der Grönerstraße nur Moderna verimpft. Der Impfstoff von Biontech wurde nicht geliefert. Sobald es beide gibt, wird man bei der Terminbuchung nicht mehr den genauen Impfstoff, sondern nur noch den Überbegriff mRNA-Impfstoff auswählen können. Vor der Impfung wird dann der Arzt entscheiden, welcher Impfstoff geeignet ist, so Kolepke.

Keine Impfungen für Kinder unter zwölf Jahren

Kinder unter zwölf Jahren werden bei den Impfstützpunkten nicht geimpft. „Das gehört eindeutig in kinderärztliche Hände“, betont Kolepke. Für Firmen und Betriebsärzte gibt es die Möglichkeit, für eine bestimmte Zeit, die Räumlichkeiten des Ludwigsburger Impfstützpunktes zu buchen, um Mitarbeiter zu impfen.

Termine für Impfungen in der Grönerstraße oder bei weiteren Impfstützpunkten sind hier buchbar.

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