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Richtfest

Noch ein Meilenstein bis zur sozialen Mitte

Die Gemeinde Möglingen lässt sich ihre neue Gemeinschaftsschule rund 20 Millionen Euro kosten – Nach acht Monaten Bauzeit ist der Rohbau fertig

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Wichtiges Etappenziel erreicht: Der Rohbau der Möglinger Hanfbachschule steht. Zum Richtspruch (rechts) gibt es Rotwein. Fotos: Oliver Bürkle, mvm+starke
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Ludwigsburg. Über den Köpfen der Festgesellschaft schwebt eine grüne Krone mit bunten Flatterbändern, die von einem Kran gehalten wird. Musikalisch lässt der Chor der Möglinger Hanfbachschule die Steuerzahler hochleben und bittet um Applaus – für den Rohbau der neuen Gemeinschaftsschule inklusive öffentlicher Bibliothek, der nach acht Monaten Bauzeit fertig ist.

Das Vorhaben nannte Bürgermeisterin Rebecca Schwaderer gestern beim Richtfest erneut „ein Jahrhundertprojekt“, das sich Möglingen 20 Millionen Euro kosten lässt. Es beschert der Gemeinde in ihren Augen eine neue soziale Mitte. Zum Schulcampus kommen noch die Sportanlagen, das Jugendhaus Jufo und das Bürgerhaus hinzu.

Offenbar gelingt es Möglingen darüber hinaus, den Kostenrahmen und den Zeitplan einzuhalten. „Darauf sind wir stolz“, so die Bürgermeisterin. „Es war richtig und wichtig, dass wir von Anfang an genau hingeschaut haben.“ Gerne wird das auch Schwaderers Vorgänger Eberhard Weigele gehört haben, der das Projekt im Gemeinderat mit angeschoben hatte und sich am Freitag unter die Festgäste mischte.

Für Schulleiter Eberhard Schober entsteht nun eine „große Aufgabe und Chance“, das neue Gebäude mit Leben zu füllen. Seine Einrichtung ist seit der Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule um 45 Prozent gewachsen – rund 570 Schüler lernen derzeit in Möglingen. Künftig muss die Hanfbachschule zurück zu zwei Klassen pro Stufe kommen, was bedeutet, dass auch Schüler abgewiesen werden.

Nach Ansicht des Kölner Architekten Michael Viktor Müller vom Büro mvm+starke haben die Projektpartner am Freitag den sechsten von sieben Meilensteinen auf dem Weg zum Ziel erreicht. Was noch fehlt, ist die Fertigstellung des Komplexes, die für den Sommer 2018 angepeilt ist. Danach soll die Hanfbachschule umziehen und den Betrieb in den neuen Räumen aufnehmen.

Müller ist zuversichtlich, dass alle Beteiligten auch den letzten Meilenstein erreichen. Als Rheinländer sagte er es gestern so: „Et hätt noch emmer joot jejange.“ Was frei übersetzt bedeutet: Was gestern gut gegangen ist, wird auch morgen funktionieren.