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Bildung
PH kooperiert mit Serbien

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Rektor Fix verlängert bei einer Reise mit Ministerpräsident Kretschmann eine Partnerschaft

Ludwigsburg. Die Pädagogische Hochschule (PH) Ludwigsburg hat am Dienstag im Rahmen der Delegationsreise unter der Leitung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann nach Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina ihre Kooperation mit der Universität Novi Sad, Serbien, erneuert. Der Rektor der PH, Martin Fix, und der Rektor der Universität Novi Sad, Dušan Nikoli, unterzeichneten im feierlichen Rahmen das „Memorandum of Understanding“ – im Beisein von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Staatssekretärin im Wissenschaftsministerium, Petra Olschowski.

„Fortschritt basiert auf Wissenschaft. Gerade angesichts des weltweiten Forschungswettbewerbs ist es unverzichtbar, dass wir in Europa stärker zusammenarbeiten und unsere Anstrengungen bündeln. Die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Serbien dient auch dazu, Serbien näher an die EU heranzuführen“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Novi Sad. Staatssekretärin Petra Olschowski gratuliert den beiden Hochschulen zu ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit: „Baden-Württemberg und Serbien verbinden bereits 13 wertvolle Kooperationen über alle Hochschularten hinweg. Die Partnerschaft zwischen der PH und der Universität Novi Sad im Bereich Germanistik und Deutsch als Fremdsprache zeigt auf besondere Weise, welche Chancen in einem klaren Bekenntnis zur Zusammenarbeit in Europa liegen. Ich bin mir sicher, es lohnt sich, wenn wir in Baden-Württemberg bei der Zusammenarbeit in Wissenschaft und Kultur künftig noch stärker den Blick nach Ost- und Südosteuropa richten.“

Mit dem Kooperationsabkommen wird der seit zehn Jahren bestehende gute Kontakt der beiden Hochschulen fortgeführt und vertieft. Für die PH ist Internationalisierung ein sehr wichtiges Profimerkmal. Mit ihren rund 5600 Studenten ist sie ein kleiner Partner für die Universität Novi Sad mit rund 50 000 Studenten.

Baden-Württemberg hat mit den Pädagogischen Hochschulen kleinere universitäre Einrichtungen, die auf Bildungswissenschaften und Fachdidaktiken spezialisiert sind. Von besonderem Interesse ist daher die Kooperation der beiden Hochschulen im Bereich der Lehrerbildung.

Diese Partnerschaft wurde auch von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg unterstützt. Serbische Deutschstudierende können ihr Deutsch während des Austauschaufenthalts vertiefen, umgekehrt können Studierende der PH ihre Kompetenzen über den Unterricht von Deutsch als Fremdsprache trainieren. Einen großen Schub bekam die Kooperation 2015 durch die finanzielle Unterstützung des europäischen Mobilitätsprogramms Erasmus. Hier hinterlässt die EU schon Spuren. So wurde die Kooperation im Jahr 2017 auch um das Fach Kunst erweitert.

Rektor Martin Fix betont: „Lehramtsstudierende sind ideale Multiplikatoren für einen europäischen Geist in den Klassenzimmern. Der akademische Austausch über Hochschulkooperationen ist dafür eine optimale Unterstützung.“ Der Rektor sieht darüber hinaus weitere Möglichkeiten, den Kontakt auch im Bereich „Educational Leadership“ und Management auszubauen, in dem die PH Ludwigsburg einen erfolgreichen internationalen Masterstudiengang anbietet. Aber auch in der Forschung kann das Kooperationsabkommen dazu beitragen, noch weitere gemeinsame Projekte entstehen zu lassen. Ein herausragendes Promotionsprojekt zum Thema „Identitätsaushandlungen unter den Akademikern serbischer Herkunft in Baden-Württemberg“ wie das der DAAD-Preisträgerin, Dragana Bubulj, ist ein Beispiel dafür. Der Abschluss der Promotion ist für diesen Sommer geplant. Sie nahm als Absolventin der Universität Novi Sad und Doktorandin der PH Ludwigsburg auch an der anschließenden Podiumsdiskussion unter Leitung von Ministerpräsident Kretschmann mit rund 100 Studenten der Universität Novi Sad zum Thema „Europa als Chance: Serbien – ein wichtiger Partner im europäischen Hochschul- und Forschungsraum der Zukunft“ teil.